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Langgönser
Feuerwehren waren rund um die Uhr einsatzbereit
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In der
Jahreshauptversammlung aller Langgönser Feuerwehren wurden (v.l.) Frank
Dreikausen, Jürgen Hofmann und Harald Repp befördert. Rechts im Bild
Gemeinde-Brandinspektor Uwe Müller.
Die sechs Feuerwehren der Großgemeinde Langgöns waren im
vergangenen Jahr 102 mal zu Einsätzen gerufen worden. Neben 34
Brandbekämpfungen mussten 512 mal Hilfe geleistet und acht Brandsicherheitswachen
gestellt werden. 15 mal war Fehlalarm gegeben worden. In den Einsatzabteilungen
waren 166 Männer und Frauen aktiv tätig. Diese Feststellungen
traf Gemeinde-Brandinspektor Uwe Müller in der gemeinsamen Hauptversammlung
im Bürgerhaus Cleeberg. Zu den Fehlalarmen bemerkte er, dass das
Auslösen von Brandmeldeanlagen im Rahmen von Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten
die Hauptursache hierfür seien.
Ganz große Einsätze im Bereich der Brände waren laut
Müller nicht zu verzeichnen, doch zeichne sich immer mehr ab, dass
Kaminbrände, die über viele Jahre kaum ein Thema waren, wieder
zum Einsatzgeschehen gehörten. Ein solcher Brand war auch in Lang-Göns
zu bekämpfen. Strohballenbrände gehörten zu den ärgerlichsten
Einsätzen. Zu den Hilfeleistungen gehörten die Beseitigung
von Ölspuren, das Wegschaffen der durch Stürme umgestürzten
Bäume, das Auspumpen voll gelaufener Keller, die Sicherung von
Dächern sowie die Einsätze nach Verkehrsunfällen, von
denen im Raum Langgöns etliche zu verzeichnen waren. Im Rahmen
der Amtshilfe für die Polizei waren die Feuerwehren Lang-Göns,
Niederkleen und Dornholzhausen spätabends zu einer großen
Suchaktion alarmiert worden. Eine vermisste Person des Rehazentrums
in Lang-Göns galt es im angrenzenden Hardtwald zu suchen. Hinzu
kam auch eine Personenrettung aus dem Steinbruchsee Oberkleen.
"Die Feuerwehren der Gemeinde Langgöns haben auch 2007 gezeigt,
das sie tagtäglich rund um die Uhr einsatzbereit sind, um jedem
im Notfall beizustehen", betonte der Gemeinde-Brandinspektor. Sehr
positiv präsentierten sich die Wehren aus Lang-Göns and Cleeberg
bei den Schauübungen auf dem Platz der Streitkrätte beim Hessentag
in Butzbach.
Die für die ordnungsgemäße Ausführung der Einsätze
notwendige Ausbildung erhielten die Einsatzkräfte in rund 150 Übungen
der Einzelnen Wehren, die als Geräte- und Unterrichtsübungen
durchgeführt wurden. Die Atemschutzstrecke bei der Gießener
Berufsfeuerwehr wurde zweimal von den Atemschutzgeräteträgern
besucht. Über 60 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene absolvierten
die Langgönser Einsatzkräfte, zu denen Grund-, Erste Hilfe-,
Sprechfunk- und Atemschutzgerätelehrgänge gehörten. Erwähnt
wurden auch vier Fälle von Brandschutzerziehung in Grundschule
und Kindergärten. Vier Feuerwehrleute erwarben im vergangenen Jahr
den Führerschein der Klasse C bzw. CE mit erheblichen finanziellen
Zuschüssen der Gemeinde Langgöns.
Angeschafft wurden im Laufe des Jahres u.a. zehn Funkalarmempfänger,
30 Stahlspinde und mehrere Hohlstrahlrohre und Handscheinwerfer. Die
Gemeindegremien hatten sich verpflichtet, auch in Zukunft tür die
Sicherheit der Bevölkerung für eine adäquate Ausstattung
der Feuerwehren zu sorgen, so Uwe Müller. Die Planungsarbeit für
das neu zu errichtende Feuerwehrhaus in Lang-Göns habe den Führungskräften
der Wehr einen erheblichen Zeitaufwand abverlangt. Die Gesamtzahl der
Feuerwehrmitglieder in den sechs Ortsteilen wurde auf 1238 beziffert.
Das sind etwa 10 Prozent aller Einwohner.
Nach dem Bericht des Gemeinde-Jugendfeuerwehrwarts Dirk Herget berichtete
Wilma Schäfer über die Aktivitäten der "Minis"
aus Niederkleen und Lang-Göns. Ausbildungsthemen waren u.a. "Knoten
und Stiche", "Wasserförderung", "Gefährliche
Stoffe und Güter" sowie Erste Hilfe. Auch eine Feuerwehr in
Frankfurt hatte man besucht.
Aus dem Bericht des Musikzuges Oberkleen ging hervor, dass im abgelaufenen
Jahr 41 Proben abgehalten und 15 Veranstaltungen musikalisch umrahmt
wurden. Als neuen Dirigenten verpt7ichtete man Achim Söhngen. Der
Musikzug besteht aus 24 Personen. An Instrumenten werden vier Jugendliche
und drei Erwachsene ausgebildet. Die Flötengruppe besteht aus sieben
Kindern zwischen 7 und 9 Jahren.

Kreisbrandinspektor
Gert Battenfeld (l.) zeichnete Jörg Schmidt und Jörg Klingelhöferfür
25-jährige aktive Feuerwehrtätigkeit mit dem silbernen Brandschutzehrenzeichen
am Bande aus. Rechts Gemeinde-Brandinspektor Uwe Müller und Bürgermeister
Horst Röhrig.
Bürgermeister
Horst Röhrig und Kreisbrandinspektor Gert Battenteld bedankten
sich in ihren Grußworten bei allen, die sich in den Feuerwehren
ehrenamtlich engagieren. Battenfeld zeichnete für 25 jährige
aktive Feuerwehrzugehörigkeit Jörg Klingelhöfer und Jörg
Schmidt, beide aus Cleeberg, mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen
am Bande aus. Die gleiche Auszeichnung war dem verhinderten Arndt Wagner
zugedacht. Befördert wurden Frank Dreikausen zum Oberbrandmeister,
Harald Repp zum Brandmeister und Jürgen Hofmann zum Hauptlöschmeister.
Bürgermeister Röhrig übergab Dieter Thorn, der als Wehrführer
der Feuerwehr Lang-Göns wiedergewählt worden war sowie seinem
neu berufenen Stellvertreter Steffen Krause die Ernennungsurkunden.
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02.04.2008
Quelle: Butzbacher Zeitung (e)
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