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New
Spirit Gospel Choir kommen nach Langgöns
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Seit
10 Jahren steht der MGV Liederkranz Cleeberg nun unter der musikalischen
Leitung von Matthias Schmidt aus Elz bei Limburg, und aus diesem Grund
veranstalten die Cleeberger Sänger am Samstag, dem 18. November
ein Jubiläumskonzert der ganz besonderen Art. Einlass wird ab 18:30
Uhr und Konzertbeginn um 19:30 Uhr sein. Neben dem gastgebenden Männerchor
aus Cleeberg werden gleich zwei Chor-Olympiasieger auf der Bühne
des Bürgerhauses Langgöns zu sehen und vor allem zu hören
sein. Der Männerchor Cäcilia Lindenholzhausen und der Wiesbadener
Gospelchor "New Spirit Gospel Choir".
Der Männerchor Cäcilia wurde im Februar 1901 als katholischer
Kirchenchor Cäcilia Lindenholzhausen gegründet. Innerhalb
kurzer Zeit wuchs die Zahl der Sänger deutlich an. So wurde das
Singen des Chores zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil bei
Gottesdiensten und sonstigen kirchlichen Veranstaltungen. Neben der
kirchenmusikalischen Chorliteratur nahm sich der Chor zunehmend auch
weltlicher Literatur an. Heute zählt der Chor mit 110 Sängern
zu den größten Männerchören Deutschlands. Das Repertoire
des Chores reicht von der Klassik bis zur Moderne, vom Volkslied bis
zum Spiritual und vom Opernchor bis zum Shanty. Die Chorproben finden
einmal wöchentlich im eigenen Vereinsheim statt.
Regelmäßig beteiligt sich der Chor an Chorwettbewerben, veranstaltet
eigene Chorkonzerte und gastiert bei Einladungskonzerten im In- und
Ausland. Als Veranstalter nationaler und internationaler Chorwettbewerbe
trägt der Männerchor Cäcilia wesentlich zum Ruf Lindenholzhausens
als "das größte Sängerdorf der Welt" bei.
Konzertreisen führten bisher nach Österreich, Niederlande,
Italien, Ungarn, Russland, Finnland, China und Südafrika. Dabei
konnte der Chor unter anderem in folgenden berühmten Konzerthäusern
und Kirchen auftreten: Rom: Petersdom und St. Ignazio - Budapest: Redoute
und Matthiaskirche - St. Petersburg: Philharmonie - Helsinki: Dom -
Peking: Beijing Theater - Shanghai: Shanghai Concert Hall - Pretoria:
UNISA (größte Fernuniversität der Welt) - Johannesburg/Soweto:
Kirche Regina Mundi (Zufluchtskirche der schwarzen Bevölkerung
während des Apartheid). Das absolute Highlight hierbei war der
Konzertbesuch von Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu.
Die Cäcilia war übrigens der erste "weiße"
Chor, der in Soweto zu einem Konzert weilte.
2004 wurde der Chor bei der Chorolympiade in Bremen mit 92,88 Punkten
Chorolympiasieger in der großen Männerchorklasse und erreichte
die höchste Punktzahl aller teilnehmenden europäischen Chöre
(insgesamt ca. 360 Teilnehmer).
Die Wiesbadener Gospelformation "New Spirit Gospel Choir"
zeichnet sich durch 18 gefühlvolle Stimmen, satten Chorklang und
eine überzeugende Bühnenpräsenz aus,
die beim Publikum die Frage nach der, einem deutschen Gospelchor vermeintlich
fehlenden, dunklen Hautfarbe gar nicht erst aufkommen lässt. Kein
Wunder, dass eines der Komplimente, die der Chor von seinem Publikum
häufig bekommt, lautet: "Ihr klingt absolut wie ein schwarzer
Chor."
Dass Hautfarbe und Ursprung nichts mit Authentizität, Ausdruck
und Power zu tun haben, spürt man ab dem ersten Moment eines Konzertes.
Die Spirits nehmen schon beim Einzug die begeisterten Besucher singend
und klatschend mit auf die Bühne, sie holen Ihre Gospelfans am
Eingang ab halten Sie über zwei Stunden fest. Der harmonische Chorklang,
mal leise und sanft, mal überschäumend und enthusiastisch
bildet den emotionalen Klangteppich für mitreißende Soli.
Und hier führen nicht nur ein oder zwei Solisten durch das Konzert
- die Spirits sind 18 Solisten! Abgesehen davon, dass alle Stimmen einzeln
von Mikrophonen abgenommen werden, treten nahezu alle Sänger auch
bei der Präsentation der Gospelsongs solistisch in Erscheinung.
Wenn man bei einem Chor von Abwechslungsreichtum sprechen kann, dann
gibt es in Deutschland nur wenige vergleichbare Ensembles, weder in
dieser Solistenvielfalt, noch in der Ausgewogenheit der Stimmen.
Die Spirits verwöhnen Auge, Ohr und Seele! Und letzteres ist deutlich
spürbar, denn diese Gruppe steht als wirkliche Einheit hinter Ihrem
Ziel, Menschen zu bewegen! Und das können sie! Die Stimmung, die
zwischen den Spirits beim Singen und Feiern entsteht, ist höchst
ansteckend. Damit dies geschieht, hat die Formation von Beginn an auf
einen Dirigenten verzichtet. "Er würde uns den Blick auf die
Menschen versperren und viel zu viele Blicke auf sich ziehen, das ist
beinahe, wie wenn man Gospel nach Noten singt", sagt Linus Kraus,
organisatorischer Leiter der Spirits. "Wenn man bei seinen Zuhörern
etwas bewegen will, denn darum singen wir Gospel, dann muß man
den Menschen in die Augen schauen und sich den Weg in Ihre Seelen erobern
können." Und dies können die Wiesbadener Gospelsänger
trotz oder gerade wegen ihres modernen Repertoires, das überwiegend
aus aktuellen Gospels der amerikanischen Gospelszene besteht. Neben
einigen Old-Style Songs, die einfach dazugehören und dank der phantastischen
Stimmen frisch und lebendig klingen, sind vor allem moderne Elemente
aus Soul und R&B vorherrschend. Hierzu gehören zum Beispiel
Songs von Kirk Franklin, Richard Smallwood und anderen aktuellen Gospelgrößen
aus den Staaten.
Für einige Stücke gibt es keine Noten. Diese aus den Aufnahmen
herauszuhören, ist Sache des musikalischen Leiters und Pianisten
Andi Peters. Seine jahrzehntelange Chorerfahrung formt aus den Solisten
Chorsänger. Er studiert die Chorsätze ein, sucht neue Songs
im Internet oder von gerade erschienenen Gospel CDs aus und überträgt
die für eine Band geschriebenen Stücke auf Klavier und Gesang.
Die Begleitung durch das Klavier lässt dem Gesang einen außerordentlichen
Dynamikspielraum, in dem sich die Sänger gekonnt bewegen, ihn konsequent
von den leisesten Tönen bis zu euphorischen, explodierenden "Shouts"
ausnutzen. Die Spirits, deren Name für eine frische Art steht,
musikalisch Glaubensinhalte zu transportieren, sind mittlerweile seit
über fünf Jahren international erfolgreich unterwegs. Unter
anderem gewannen Sie gleich ihren ersten internationalen Wettbewerb
1999 in Riva del Garda und im Jahr 2000 die internationale Chorolympiade
in Linz / Österreich. In 2003 reist die 18-köpfige Formation
zu internationalen Festivals und Wettbewerben nach Italien, Irland und
in die Schweiz.
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26.10.2006
Karl Walther
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