Benefiz-Wandertag in Cleeberg

Am kommenden Sonntag, den 6. August, findet eine Rundwanderung rund um und teilweise durch Cleeberg statt. Es stehen zwei Strecken zur Auswahl, die längere ist ca. 11 Kilometer lang und die kürzere ca. 5 Kilometer. Der Erlös dieser Veranstaltung, die von den Ortsvereinen organisiert wurde, ist für einen guten Zweck bestimmt, nämlich für die Sanierung des Glockenturms der ev. Kirche in Cleeberg. Unter allen Wanderern werden mehrere WM-Bälle verlost. Das Startgeld beträgt 5,- Euro und beinhaltet isotonische Getränke während der gesamten Wanderung. Kinder bis 14 Jahren wandern kostenfrei. Herzlich willkommen sind außer den Cleebergern auch Wandersleute aus anderen Ortschaften, die Interesse am Wandern haben. Im Anschluss der Wanderung werden Grillspezialitäten angeboten. Der Startzeitraum ist ab 9:30 Uhr am Cleeberger Waldsportplatz bis 10:30 Uhr.

30.07.2006 René Arabin

 


370.000 Euro würde die Sanierung des Cleeberger Kindergartens kosten


Der Sozialausschuss der Gemeinde Langgöns bei der Besichtigung des Kindergartens in Cleeberg.

Die von der "Neuen Mehrheit" aus CDU, Grünen und FDP vom Sozialausschuss und vom Bauausschuss geforderte Sanierung des Kindergartens in Cleeberg wird rund 370.000 Euro kosten. Das teilte der Langgönser Bürgermeister Horst Röhrig auf Anfrage der Butzbacher Zeitung mit. Nach Berechnungen der Bauabteilung der Langgönser Gemeindeverwaltung müssen allein für die Sanierung der Fenster sowie der Innenund Außendämmung mehr als 100.000 Euro aufgewendet werden. Gleichzeitig schlage die Erneuerung der Heizungsanlage mit der dann auch notwendigen Kaminsanierurig mit rund 45 000 Euro zu Buche, so Bürgermeister Röhrig.
Ein weiterer großer Batzen stelle der vom Sozial- und Bauausschuss geforderte Ausbau des Dachgeschosses zur Nutzung durch den "Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte Cleeberg" dar. Insgesamt müssten allein 90.000 Euro in die Hand genommen werden, um das Dachgeschoss für die Nutzung durch den Verein herzurichten. "Hier fließen vor allem die Windabdichtung des Daches und der Gauben, eine der Nutzung entsprechende Heizungsanlage, die Sanierung der Treppe sowie Maßnahmen zum Brandschutz ein", so Röhrig. Bereits abgerechnet seien dabei mögliche Eigenleistungen des Vereines.
Eine unter Umständen möglichen Teilsanierung des Cleeberger Kindergartengebäudes um Kosten einzusparen, hält Röhrig dagegen für wenig sinnvoll: "Bei dem großen Umfang der geforderten Sänierungsmaßnahmen macht nur eine Komplettsanierung Sinn", so Röhrig. Einsparungen bei den Iaufenden Kosten für die Beheizung ließen sich zum Beispiel nur durch gleichzeitige Wärmedämmung erreichen. Und wenn die Wände schon einmal aufgerissen sind, müsse die Emeuerung der elektrischen Anlage mit neuen Leitungen und Lampen im selben Zug erfolgen. Zudem müsse der Kindergarten während der Baumaßnahmen geschlossen werden und Ausweichmöglichkeiten für die Betreuung der Kinder bereit gestellt werden.
Bürgermeister Röhrig gab allerdings zu bedenken, dass der durch die Sanierung erreichte Einspareffekt besonders bei Heizung und Dämmung "keinen wirtschaftlichen Erfolg" erziele: "Bei einer Energieeinsparung von berechneten 35 bis 40 Prozent nach den Sanierungsmaßnahmen stehen die einzusetzenden Kosten von 280.000 Euro fiir diesen Bereich in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu der erreichten Ersparnis." Im Jahr 2005 habe man rund 7.500 Euro für die Beheizung des Kindergartens ausgegeben. Die Maximaleinsparung vonjährlich etwa 3.000 Euro rechtfertige einen Kapitaleinsatz von 280.000 Euro nicht, zumal die Bausubstanz des Cleeberger Kindergartens durchaus intakt sei und dieser vor rund zehn Jahren umfassend saniert worden sei. Das durch die Bauabteilung erarbeitete Sanierungskonzept werdejetzt durch die politischen Gremien der Gemeinde gehen. Nach dem Cleeberger Ortsbeirat werden der Sozial- und der Bauausschuss und danach die Gemeindevertretung über die Maßnahme entscheiden müssen.

29.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (pet)

 


Vor-Information zum Straßenmusikfest

In den vergangenen Jahren wurden immer weniger Veranstaltungen im und für das Dorf durchgeführt. Wir haben uns seitens des FC-Cleeberg nun darüber Gedanken gemacht, wie man in Cleeberg ein attraktive Veranstaltung etablieren könnte.
Was zeichnet Cleeberg aus? Betrachtet man das Dorf, dann ist der alte Ortskern mit Kirche, Rathaus, Schloss und den Fachwerkhäusern etwas ganz besonderes, und sucht in der näheren Umgebung seines gleichen.
Wir möchten nun diese Kulisse nutzen und ein Straßenmusikerfest im alten Ortskern durchführen. Angedacht sind die Auftritte von mehreren Bands und Solisten. Für das leibliche Wohl werden wir verschiedene Stände einrichten und für die Kinder die eine oder andere Überraschung bereithalten.
Als Termin haben wir Samstag den 09.09.2006, 15.00 Uhr22.00 Uhr festgelegt. Der Aufbau beginnt ab ca. 10.00 Uhr. Wie beim Lindenfest auch werden an diesem Tag die Aulbachstraße, obere Pforte und Schlossstrasse für den Verkehr gesperrt werden.
Über weitere Details werden wir Sie zeitnah informieren.

28.07.2006 FC Cleeberg 1949 e.V.

 


Größte Fußball-Camp-Serie Europas macht Station in Cleeberg

Der FC Cleeberg 1949 e.V. ist Gastgeber für Fußball begeisterte Kinder von 6 bis 14 Jahren.
Welcher Jugendliche träumt nicht davon, mal mehrere Tage lang zu trainieren wie die Profis. Dieser Traum kann jetzt wahr werden! Denn der FC Cleeberg 1949 e.V. veranstaltet gemeinsam mit INTERSPORT vom 25.08. bis 27.08. ein Fußball-Camp auf dem Sportgelände des FC Cleeberg 1949 e.V. Jede Menge Spaß und Begeisterung mit tollen Tricks und großem Jubel sind bei dieser Veranstaltung garantiert. Bereits zum Auftakt beim gemeinsamen brasilianischen Warm-up zu fetziger Musik erreicht die Stimmung ihren ersten Höhepunkt. Danach stehen viele technische Übungen auf dem Programm, immer wieder verbunden mit Toreschießen, Toreschießen, Toreschießen.
Das INTERSPORT Kicker Fußball-Camp bietet 3 Tage Spaß und Action. Ein abwechslungsreicher Ablauf zwischen qualfiziertem Training sowie tollen Spielen und Turnieren. Alle Chef-Trainer haben eine Trainerlizenz, sind perfekt auf die Inhalte des Fußball-Camps ausgebildet und zeichnen sich durch ihren besonderen Umgang mit Kindern aus. Nicht umsonst ist der Bund Deutscher Fußball-Lehrer Partner der INTERSPORT Kicker Fußball-Camps. Bei der Rundumbetreuung durch die Trainer und Helfer erhalten die Teilnehmer zudem eine Verpflegung mit allem, was das Herz begehrt.
An jedem Tag des Camps findet ein Wettbewerb statt. Ob Jonglier- ünd Elfmeterkönig oder auch die Suche nach dem Teilnehmer mit dem härtesten Schuss, bei allen Wettbewerben ist Spaß garantiert und die Besten der jeweiligen Altersklassen erhalten tolle Pokale.
Das Eltern-Kinder-Spielfest ist der Höhepunkt des Abschlusstages. Wenn Vater gegen Sohn beim Penalty-Cup antritt oder Mutter gegen Tochter im tündernisparcours, bleibt kein Auge trocken. Und von der großen Siegerehrung spielen die Kids.noch gegen ihre Eltern....
Bei dieser Siegerehrung erhält jeder Teilnehmer seine Erinnerungsmedaille und die Besten der Wettbewerbe ihre Pokale überreicht. Zudem verlosen der EUROPA-PARK unter allen Teilnehmern ein Wochenende für 2 Personen züm spektakulären Fest der Gewinner in Deutschlands größtem Freizeitpark in Rust bei Freiburg.
Anschließend lädt der FC Cleeberg 1949 e.V. alle Gäste bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Bier noch zum gemütlichen Ausklang. Übrigens: Von allen professionellen Anbietern von Fußball-Camps bietet INTERSPORT das beste Preis-Leistungsverhältnis. Alle Teilnehmer erhalten nicht nur 3 Tage Top-Training, Rundumbetreuung, Vollverpflegung und Getränke, sondern auch eine professionelle und megastarke Ausrüstung. Die Eltern der Teilnehmer können dabei zwischen 3 verschiedenen Ausrüstungspaketen wählen.
Anmeldeformulare und weitere Informationen erhalten Sie beim FC Cleeberg 1949 e.V., von Herrn Dirk John, Tel.: 06085-3466; Intersport Beppler in Langgöns, Tel.: 06403-7753921, oder im Internet unter www.fussballcamps.de.

Anmeldungen noch bis Ende des Monats Juli möglich

27.07.2006 Quelle: Heimatblatt Langgöns

 


Letzte Schmiede Cleebergs in der Aulbachstraße

Bis zum Jahr 1979 war in Cleeberg, Aulbachstraße 21, die Dorfschmiede in Betrieb (Bild oben links). Ludwig Klingelhöfer war letzter Dorfschmied, der das Handwerk von seinem Vater Martin erlernte. Zu den Besonderheiten gehörte damals noch das Beschlagen von Kühen mit einem eigens dafür geschmiedeten Hufeisen (Bild unten rechts). Heinrich Kratschina, Schwiegersohn des letzten Dorfschmieds, ist manchmal in der Schmiede anzutreffen, wo er Interessierten das alte Handwerk erläutert (Bild oben rechts).

26.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung

 


Qualitätssiegel für Gesundheitssport im FC Cleeberg


Abteilungsleiterin Brunhilde Kaiser, den FC-Vorsitzenden Dieter Stahl und Übungsleiterin Heike Adami bei der Überreichung des "Qualitätssiegels Pluspunkt Gesundheit im DTB"

Ein Qualitätssiegel erhielt anlässlich des Ortssporttages die Aerobic-Abteilung des FC Cleeberg. Die engagierte LJbungsleiterin Heike Adami bietet einige Kurse im Bereich Fitness und Gesundheit an. In vielen Schulungen hat sich Adami weitergebildet und gilt daher als Expertin im Bereich Gesundheitssport. Für das Angebot zur Bewegung des Muskel-Skelettsystems "Rückenfitness" erhielten der Verein und die Übungsleiterin jetzt die Auszeichnung seitens des Deutschen Turnerbundes (DTB). Pluspunkt Gesundheit im DTB und die Dachmarke "Sport pro Gesundheit" darf der FC Cleeberg bis zum 28. Juli 2008 benutzen. Dies führt unter anderem dazu, dass diese speziellen Kurse teilweise von den Krankenkassen bezuschusst werden.
Die Auszeichnung des Qualitätssiegels überreichte Gertraud Holzer, die stellvertretende Vorsitzende des Turngaues Lahn-Dill und dort zuständige Leiterin der Sparte Gesundheitssport. Holzer betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit der Vereine im Gesundheitssport und freute sich besonders, diese Auszeichnung einem einstmals reinen Fußballverein überreichen zu dürfen.
FC-Vorsitzender Dieter Stahl wies auf die Wichtigkeit der verschiedenen Angebote im Bereich Gymnastik und Aerobic im Verein hin und will auch in Zukunft im Vorstand auf die Unterstützung der Abteilungen hinwirken. Die Auszeichnung nahm die Abteilungsleiterin "Aerobic" im FC Cleeberg, Brunhilde Kaiser, entgegen, die sich auch im Namen von Heike Adami für die zügige Bearbeitung des Antrages seitens der DTB-Gremien bedankte und ankündigte, in Zukunft weitere Kurse im Bereich Gesundheitssport ins Programm aufzunehmen, damit das Qualitätssiegel auch über den 27. Juli 2008 hinaus verlängert wird.
Der FC Cleeberg bietet im Bereich Gesundheitssport zahlreiche Kurse an. Auskünfte über Kurszeiten erteilt Abteilungsleiterin Brunhilde Kaiser. Interessierte können sich unter Tel. 06085/ 1336 über Kursinhalte, Kurszeiten und Möglichkeiten von Krankenkassenzuschüssen infonnieren.

25.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (ra)

 


Leserbrief: "Fehlerhaft"
Betr.: Die neue Langgönser Informationsbroschüre

Die kürzlich von der Gemeinde Langgöns für ihre Bürger und Gäste neu herausgegebene Informationsbroschüre (die BZ berichtete darüber), hinterlässt zunächst beim Betrachter einen guten und positiven Eindruck. Sehr ansprechend ist das Titelblatt, angenehm auch das DIN A4 Fotmat. Zu loben sind die vielfältigen, übersichtlich dargestellten Informationen aus dem Rathaus wie auch die Angaben über medizinische Einrichtungen, Vereine und dergleichen mehr.
Als z.T. missglückt und in etlichen Aussagen peinlich daneben geraten sind die geschichtlichen Abhandlungen und Werdegänge einzelner Ortsteile zu beurteilen, was insbesondere auch für Cleeberg zutrifft. Cleebergs historischer und nachvollziehbarer Verlauf über mehr als ein Jahrtausend hinweg ist so herabwürdigend, unbedeutend machend und in mehreren Passagen falsch dargestellt, dass man als Leser glaubt, es hier mit einem "geschichtslosen", jahrhundertelang vor sich "hindümpelnden" Ort zu tuit zu haben. Ob das nun aus Unkenntnis oder mit Absicht so geschah, bleibt dahingestellt.
Es stimmt nicht, wie in der Broschüre steht, dass "seit der frühesten (uns bekannten) Erwähnung Cleebergs 768 (n.Chr.) auch die "Grafen von Cleeberg" genannt werden". Diese treten erst kurz vor Mitte des 12. Jahrhunderts in Erscheinung. Ab da war Cleeberg mit Verwaltung und Gerichtssitz Mittelpunkt einer umfangreichen, eigenständigen Grafschaft, zu der anfangs mindestens 13, ab 1258 sechs Ortschaften gehörten und blieb dies auch mit Amtsstatus über 550 Jahre hinweg bis I 812.
Kein einziges Wort in der Broschürenabhandlung über diese Jahrhunderte dauernde, tiefgreifende und in allen Lebensbelangen prägende Funktion Cleebergs, dies für sich und die dazu gehörenden Ortschaften. Auch stimmt es nicht, "dass in den ersten Jahrhunderten (welches Jahrtausend?) die Einwohnerschaft
Cleebergs vorwiegend aus Leibeigenen und Hörigen gebildet wurde und diese vorwiegend Bauern waren, was sich bis ins 19. Jahrhundert nicht wesentlich änderte." Die Burg Cleeberg wurde vermutlich um 1150/60 durch Gleiberger Leibeigene aus dem Hüttenberg erbaut. Dazu wurden diese nach Cleeberg verbracht und angesiedelt (ob alle ist fraglich). Ihnen folgten weitere zur Versorgung. Mit der Ansiedlung erhielten diese Leute und die in Cleeberg bereits vorhandenen Ansässigen (diese möglicherweise schon früher) große Vergünstigungen und Freiheiten, so dass sie der Leibeigenschaft nicht bzw. nicht mehr unterlagen.
Im Gegensatz zu den anderen Grafschaftsbewohnern waren die Cleeberger bis auf gewisse Hand- und Spanndienste u.a. vom Fron-, Soldaten-, Wach- und Treiberdienst (Jagd) befreit, brauchten sich nicht u.a. an den jährlich anfallenden Instandhaitungskosten für die Burganlage zu beteiligen und kein Holz auf die Burg fahren. In Freibriefen wie im Cleeberger Burgfi-ieden von 1404 und seinen Nachträgen von 1616 und 1651 wurde ihnen diese Sonderstellung innerhalb der Grafschaft immer wieder wie folgt bestätigt: "und sollen unser aller Inwohner zu Clebergk bei allen ihren Freiheiten pleiben, die sie von alters herbracht und beweislich gehabt". Eine Aufstellung über die Leibeigenschaft in der Cleeberger Grafschaft liegt von 1768 vor: in Brandobemdorf 193, in Oberkleen 166, in Ebersgöns 103, in Cleeberg keine Leibeigenen (Literaturhinweis Chronik Brandoberndorf von Helmut Serowy, 2005).
Die genannten frontdienstpflichtigen Leibeigenen mussten die Felder der Herrschaften bestellen, die Frucht ernten und einbringen, sowie Heu und Grummet machen. Dies auch in der Cleeberger Gemarkung, die sich zum größten Teil (inkl. des immensen Waldbestandes) im Besitz des Adels befand und zu den adeligen Herrengütern in Cleeberg gehörte. Dazu gab es im Ort eine Hand voll Freibauem, womit fiir den überwiegenden Teil der Cleeberger kaum ertragbringendes Land, bei der ohnehin kargen
Bodenbeschaffenheit zur Eigenbewirtschaf tung zur Verfiigung war. Zumeist standen die Cleeberger in Haus, Hof und Gütern, aber auch bei der Verwaltung, beim Gericht wie im Forst in den vielfältigen Diensten der einzelnen Herrschaften und deren Beamten. Sie arbeiteten aberu.a. auch als Steinhauer, Handwerker oder in den Erzgruben. Natürlich hielt sie sich nebenbei Schafe (4 Stück waren anfangs pro Haushalt erlaubt), Ziegen, Schweine, Gänse, Hühner, auch ein, zwei oder drei Kühe und der eine oder andere ein Pferd, wobei die Arbeit mit dem Vieh meist die Frauen erledigten.
Erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts, u.a. durch die Abschaffung der Leibeigenschaft und Frondienste um etwa 1810/12, wie mit dem Verkauf der adeligen Ländereien und Gutshöfe an Ortsbewohner entwickelte sich in Cleeberg ein sogenanntes Kleinbauerntum. 1850 sah sich deshalb Bürgermeister Johann Jakob Viehmann zu der Bemerkung veranlasst: "Seit 20 Jahren machen die Cleeberger große Fortschritte in der Feldwirtschaft".
Falsch sind u.a. auch die Ausführungen in der Oberkleener Rubrik wie z.B.: "in den folgenden Jahrzehnten, nach 1197, hatte Oberkleen engere Verbindungen zu Cleeberg, da sich die Grafen von Cleeberg hinsichtlich des Kirchenbesuches etc. zur Wehrkirche von Oberkleen zählten". Richtig ist, dass seit Entstehung der Cleeberger Grafschaft (s.o.) auch die Ortschaft Oberkleen dazugehörte und unter dieser Grafschafts- bzw. Amtsverwaltung bis 1812, also 650 Jahre verblieb! Die Grafen von Cleeberg zählten sich hinsichtlich des Kirchenbesuches nicht zur Wehrkirche Oberkleen, sie hatten ihre eigene Kapelle in der Cleeberger Burganlagel. Eingepfarrt zur Oberkleener Kirche waren bis um 1355 die "einfachen Cleeberger Leute". Außerdem gab es zu den genannten Zeiten noch keine Wehrkirche in Oberkleen, da der betreffende Wehrtutm erst um 1450 erbaut wurde (s. Heimatbuch Niederkleen/Oberkleen 1994).
Es ist bedauerlich und nicht zu verstehen, dass es bei den zahlreich vorhandenen Literaturunterlagen zu solch gravierenden Feh
lern kommen konnte. So etwas sollte einer Gemeindeverwaltung mit der Darstellung ihrer Ortsteile in einer offiziellen Broschüre nicht passieren, zumal solch eine Ausgabe auch in den Schulen landet und anderswo als "glaubwürdiges Nachschlagewerk" benutzt wird.

No dan ..., g'nocht Hometkund'
Helga Block/Cleeberg

22.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung

 


Volkmann Scheld Feuerwehrmann des Jahres


Anlässlich des Feuerwehrwettkampfes "GRISU 2006", den alljährlich die Einsatzabteilung der Feuerwehr Cleeberg durchführt, wurde Volkmar Scheld zum "Feuerwehrmann des Jahres" ernannt. Es wurden vier Spiele absolviert, bei denen es um Geschicklichkeit, Allgemeinwissen und feuerwehrtechnisches Können ging. Vorjahressieger und somit Ausrichter Florian Repp hatte sich viel Mühe bei der Organisation der Spiele im und um das Gerätehaus sowie auf dem alten Sportplatz gegeben. Die Wehrführung dankte ihm dafür. Das Foto zeigt v.l. Ausrichter Florian Repp, Sieger Volkmar Scheld, die beiden Zweitplatzierten Thorsten Jung und Marco Schmidt sowie den stellvertretenden Wehrführer Harald Repp.

21.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung

 


Fußballer des FC Cleeberg siegten bei Dorfolympiade knapp vor Sängern


Sieger bei der Dorfolympiade in Cleeberg wurde das Team der FCFußballer vor dem MGV und dem Schützenverein 05 Cleeberg. Unser Bild zeigt die Siegerehrung mit v. I. Florian Repp, Max Frauenlob und Björn Senger vom FC sowie Nils Klingelhöfer (MGV) und Markus Adami (Schützenverein) bei der Pokalübergabe. Das Damenfußballteam schlug sich in den einzelnen Wettbewerben wacker,holte sich insgesamt den 4. Platz und war vor allem in der Disziplin "Minigolf" sehr erfolgreich.

Zum sechsten Mal kämpf ten die Cleeberger Ortsvereine und Abteilungen am Sonntag bei der "Dorfolympiade" um den Ortspokal. Wiederum hatten sich sechs Teams gemeldet, die dem Titelverteidiger von 2005, dem Schützenverein Cleeberg, den Wanderpokal wegschnappen wollten. Und es wurde wieder eine spannende Angelegenheit, bis nach insgesamt 8 Disziplinen der Sieger feststand.
Traditionell begann die vom FC Cleeberg auf dem Sportgelände organisierte Veranstaltung mit einem Gottesdienst, der diesmal von Pfarrer Normann aus Frankfurt gefeiert wurde. Der Gottesdienst wurde vom Frauenchor musikalisch umrahmt. Nach anschließendem gemeinsamen Mittagessen begannen die sportlichen Wettkämpfe nach dem Motto "Spiel ohne Grenzen" für die Teilnehmer. Die Verantwortlichen der "Dorfolympiade" hatten sich wieder einige lustige sportliche Wettkämpfe, in denen nicht nur sportlicher Ehrgeiz, sondem auch Geschicklichkeit und Taktik gefragt war, einfallen lassen.

Das Team der aktiven Fußballer setzte gleich im ersten Wettbewerb den "Joker", der von jedem Team einmal eingesetzt werden konnte und doppelte Punktzahl bedeutete. Da die Fußballer auch prompt gewannen, setzten sie sich von Beginn an an die Spitze. Zunächst hielten beide Damen-Teams im Feld noch sehr gut mit und blieben dem fiihrenden Team auf den Fersen. Die Aerobic-Damen setzten ihren Joker im Federball-Turnier und wurden hier erst im Endspiel gestoppt: Die DamenFußbal lerinnen waren zunächst fast immer unter den Besten zu finden.
Erst in den letzten Spielen kam es zu einer Trendwende. Die Akteure von Männergesangverein und Schützenverein setzten ihre Joker spät und feierten ihre Erfolge in den letzten Disziplinen. So kamen sie den führenden Teams immer näher, aber am Ende reichte es für den "MGV" nicht mehr. Die Fußballer retteten ihren zeitweise komfortablen Vorsprung gerade noch mit einem Punkt Vorsprong über die Ziellinie. Am Ende hatten die Aktiven des FC Cleeberg insgesamt 56 Punkte gesammelt. Der MGV Liederkranz Cleeberg musste sich mit 55 Punkten knapp geschlagen mit Rang zwei begnügen. Für den Titelverteidiger Schützenverein reichte es diesmal mit 52 Punkten nur für Platz drei. Wacker schlugen sich die beiden Damenteams. Die Fußballerinnen des FC holten 45 Punkte und wucden Vierte, die Aerobic-Damen, die in den letzten Wettbewerben ihren zweiten Platz verloren, mussten sich mit Rang 5 und 42 Punkten begnügen. Die Freiwillige Feuerwehr, vor zwei Jahren noch strahlender Sieger, holte zuletzt stark auf, konnte die "Rote Laterne" mit ihren 40 Punkten aber nicht mehr abgeben.
Der Siegerpokal blieb in diesem Jahr bei den Gasrgebern, für die "Kapitän" Florian Repp den Wanderpokal in Empfang nahm. Der Zweit- und Drittplatzierte erhielten ebenfalls einen kleinen Erinnerungs-Pokal für die Vitrine des Vereinsheims.

20.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (ra)

 


FC Cleeberg unterlag Kickers Offenbach mit 1:5

Im Rahmen des Ortssporttages mit der "Dorfolympiade" stellte der FC Cleeberg sein neues Team für die Bezirksoberliga der im August beginnenden Saison vor. Als Gegner hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Wirth die U-19- Auswahl von Kickers Offenbach eingeladen, die sich auf dem Sportgelände in Cleeberg als sehr spielstark erwies und am Ende beim 5:1-Sieg auch konditionell den Gastgebern überlegen war.
Das Nachwuchsteam des Zweitligisten scheiterte zum Abschluss der letzten Saison als souveräner Oberliga-Meister am Ende nur ganz knapp am Aufstieg in die U-19 -Regionalliga. Gegen Mainz OS gab es eine unglückliche Niederlage, sodass der Bundesliga-Nachwuchs nunmehr in der höchsten A-lugend-Liga spielt. Der Kickers-Nachwuchs, der der Hoffnungsträger der Offenbacher Zweitliga-Mannschaft für die Zukunft ist, hatte nur am Anfang Probleme mit dem ehrgeizigen Bezirksoberligisten. Der ging durch Markus Hanusch in der 15. Minute nach schönem Pass von Sebastian Kaiser in Führung. Danach versäumten es die Gastgeber, bei einer guten Chance durch Hanusch den Vorsgrung auszubauen. Noch vor der Pause setzte sich aber das kombinationssichere Spiel tier Gäste durch und der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit.
Zu Beginn der zweiten Hälfte erzielten die Kickers zwei Tore in Folge und waren fortan
spielbestimmend. Die Gasteber mussten nach den Strapazen der Trainingsvorbereitung in den letzten Wochen ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und wurden mehr und mehr in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Einigen tollen Paraden vori Torwart Jan-Erik Dreikausen war es zu verdanken, dass das Ergebnis zu Gunsten der immer mehr dominierenden Kickers am Ende mit 5:1 im Rahmen blieb. Der Zweitliga-Nachwuchs präsentierte sich in Cleeberg als toller Gegner, der spielerisch, taktisch und technisch einiges zu bieten hatte. Sicher wird der eine oder andere Spieler dieserU-19-Auswahl demnächst im ZweitligaKader zu finden sein.

20.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (ra)

 


Sommerfest in Seniorenheim »Rosengarten«


Bei strahlend blauem Himmel feierten die Bewohner des KirchGönser Seniorenheims "Rosengarten" ihr traditionelles Sommerfest in der wunderschönen Außenanlage des Hauses. Verwandte, Freunde und Gäste aus Nah und Fern waren gekommen, um bei allerlei Grillspezialitäten und anderen leiblichen Genüssen mitzufeiern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenheims hatten den Garten mit seinen Pavillons und Sitzecken unter dem Motto "Bayern" blau-weiß geschmückt. Die Sänger des MGV Liederkranz Cleeberg bereicherten unter Leitung ihres Dirigenten Matthias Schmidt das Sommerfest mit verschiedenen Liedern sowie einem extra Ständchen für den Chef des Seniorenheims Rosengarten, Abdelkrim Brahimi, der Geburtstag hatte. Die Cleeberger nahmen zum zweiten Mal am Sommerfest teil. Sozusagen zum ständigen Inventar dieser Veranstaltung gehört die Butzbacher Feuerwehrkapelle unter Leitung von Frank Mader, die seit vielen Jahren hier auftritt. Mit einem einstündigen Konzert verzauberten die Musiker die Anwesenden, die sich mit lang anhaltendem Applaus für den Auftritt bedankten.


19.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (pf)

 


G-Jugend des FC Cleeberg holt ungeschlagen 20 Turniersiege


Das gab es noch nie beim FC Cleeberg. Die G1-Jugend des Bezirksoberligisten schaffte in der Saison 2005/2006 bei 20 Turnierteilnahmen 20 Turniersiege. Ungeschlagen, bei lediglich 2 Unentschieden war der FC-Nachwuchs schon bei den 8 Hallenturniere das Maß aller Dinge. 155:14 Treffer lautete dabei die imponierende Bilanz der Schützlinge von Trainer Wolfgang Schmidt. Noch besser lief es bei der Feldrunde. Bei den Teilnahmen an 12 Feldrundenturniere auf Kreis- und Bezirksebene erzielten die FC-Bambinis eine schier unglaubliche Trefferausbeute von 328:16 Tore und verbuchten dabei ohne jeglichen Punktverlust 12 Turniersiege. Am Trefferreigen konnten sich alle Akteure beteiligen, wobei die Zwillinge Gian-Luca und Davide-Jerome Itter ingesamt über 300 eigene Treffer in der Halle sowie auf dem grünen Rasen bejubeln konnten. Aber der Erfolg kommt nicht von selbst, die Nachwuchskicker der Cleebachtaler trainieren bereits zweimal wöchentlich. Als Erfolgsgeheimis machte Trainer Schmidt den Trainingsfleiß und die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Schützlinge aus. Saisonhöhepunkt war ein dreitätiges Trainingslager mit anderen FC-Jugendmannschaften in der Sportschule Grünberg sowie ein 4:0 Sieg im Endspiel des Turnieres von Aßlar gegen den Zweitliga-Nachwuchs der Sportfreunde Siegen. Folgende Nachwuchskicker waren an der Erfolgsgeschichte beteiligt: Kevin Kleemann, Marco Schupp, Luis Suba, Niklas Panzer, Gian-Luca und Davide-Jerome Itter, Patrick Löw, Elia Seidel, Marius Spahn, Nico Rosenkranz, Max Schmider, Torben Uhlig, Leo Rüspeler, Lara Schmidt, Tom Woiwod, Lasse Freitag und Tim Rothenbächer.

18.07.2006 Frank Itter

 


1. Cleeberger Romméturnier


Viel Spaß hatten insgesamt 15 Frauen aus Cleeberg und Weiperfelden beim ersten Cleeberger Romméturnier am vergangenen Freitag im alten Rathaus. Die älteste Teilnehmerin Frau Erika Heep aus Weiperfelden konnte den ersten Platz für sich verbuchen, gefolgt von Leni Dudenhöfer und Petra Rentmeister. Der Erlös dieser Veranstaltung kam der Kirchturmrenovierung zugute.

17.07.2006 Heidi Tonhäuser

 


Unser Dorf wandert für einen guten Zweck

Im Mai dieses Jahres Trafen sich einige Vertreter der Cleeberger Ortsvereine im "Sängertreff" des MGV "Liederkranz". Der Männergesangverein hatte hierzu eingeladen, mit dem Ziel, wieder eine Benefizveranstaltung mit allen Ortsvereinen durchzuführen, da dies in den letzten Jahren nicht mehr verfolgt wurde. Diese Veranstaltung soll dann wieder regelmäßig stattfinden und der Erlös einem wohltätigem Zweck zugeschrieben werden. Bei diesem Treffen war man sich schnell einig, einen "Benefiz-Wandertag" durchzuführen, der rund um das malerisch gelegene Cleeberg führt. Die Initiatoren sind neben dem MGV "Liederkranz" Cleeberg noch der FC-Cleeberg, der Frauenchor, die Freiwillige Feuerwehr, der Heimat- und Geschichtsverein, der VDK, der Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte, der Schützenverein sowie die ev. Kirchengemeinde Cleeberg und der Ortsbeirat.
Der Erlös ist für den Turm und das Dach des Chorbereiches der Cleeberger Kirche bestimmt, dessen Sanierung bereits im Gange ist. Die Kirchengemeine benötigt dringend diese Unterstützung, da Sie ein Drittel der Gesamtkosten von 128.000,- Euro selbst aufbringen muss. Folglich sind dies dann rund 43.000,- Euro, die alleine aus Spenden und der Kollekte finanziert werden muss. Die restlichen zwei Drittel werden von der Gesamtkirche übernommen. Weiterhin hofft man noch auf eine Unterstützung in Höhe von 8600,- Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm.
Am 6. August wird nun eine ca. 11 Kilometer lange Rundwanderung um und teilweise durch Cleeberg stattfinden. Alternativ für diejenigen, die sich eine solch lange Strecke nicht zutrauen, steht eine kürzere Route von ca. 5 Kilometer Länge zur Verfügung. Ausgangspunkt der Wanderung ist das Waldhaus am Cleeberger Waldsportplatz. Die Route führt am Waldrand des Seegrunds entlang in Richtung Espa. Vor der "Triebachsheck" über das "Steinerne Brückchen" und durch den Streitwald hoch zum "Zechenhaus". Weiter dieselbe Richtung bis hin und um den "Altenwald" herum. Durch den Wald in Richtung "Schorn" und über die Felder am "Zollstock" vorbei und dem "Panoramaweg" entlang bis zum Schützenhaus. Von dort aus geht es zielstrebig wieder zum Waldhaus zurück (am Forsthaus links vorbei). Die abgekürzte Strecke führt an der "Dicken Eiche" vorbei und dem oberen Seegrundweg zurück Richtung Cleeberg an der "Clemens-Halle" vorbei wieder zum Waldhaus zurück. Auf der längeren Wegstrecke sind vier Streckenposten mit Verpflegung stationiert.
Der "Benefiz-Wandertag" beginnt um 9:30 mit einer Andacht. Das Startgeld beträgt 5,- Euro pro Person und Kinder bis 14 Jahre brauchen kein Startgeld zu bezahlen. Im Preis enthalten sind nicht nur isotonische Getränke, die auf der Wegstrecke ausgegeben werden, sondern auch Obst- und Müsliriegel, sowie Gummibärchen für die Kinder. Nach der Wanderung gibt es im Waldhaus noch einige Grillspezialitäten, die aber wiederum bezahlt werden müssen. Die Ortsvereine hoffen auf ein angenehmes Wetter und zahlreiche Besucher, die diese Veranstaltung zu einem echten Erlebnis werden lassen.
Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es sich hierbei nicht um eine geschichtliche Wanderung handelt, die derzeit von der Geschichtsforscherin Helga Block durchgeführt werden. Die Termine für die Geschichtlichen Wanderungen sind am 13. August (Exkursion durch Cleeberg/Besichtigung einer Schmiede), und am 10. September jeweils um 14:00 Uhr mit Treffpunkt an der Taunusreitanlage Wildhof. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Helga Block (Tel. 06085/2135) oder der Taunus-Reitanlage Wildhof (Tel. 06085/988678).

13.07.2006 René Arabin

 


»Dorfolympiade« mit Ortssporttag in Cleeberg

Das Sportgelände in Cleeberg steht am Sonntag, 16. Juli, ganz im Zeichen der "Dorfolympiade". Die Dorfvereine spielen zum 5. Mal den "Cleeberger Olympiasieger" heraus. Dazu haben sich die Verantwortlichen vom FC Cleeberg wieder einige lustige Spiele ausgedacht, bei denen es um sportliche Aktivitäten und Geschicklichkeit ganz nach dem Motto "Spiele ohne Grenzen geht".
Titelverteidiger ist der Schützenverein Cleeberg, der im Vorjahr erstmals den Wanderpokal gewann. Mit einem sportlichen Gottesdienst, der vom Frauenchor musikalisch umrahmt wird, beginnt die Veranstaltung um 10.30 Uhr. Anschließend werden die Gäste beim gemeinsamen Mittagessen mit Spezialitäten vom Grill verwöhnt. Die Spiele zur Dorfolympiade beginnen gegen 13 Uhr. Bis dahin sollten sich alle teilnehmenden Mannschaften auf dem Sportgelände an der Oberkleener Straße versammelt haben. Die Siegerehrung findet gegen 16 Uhr statt. Zwischendurch gibt es die Möglichkeit fiir die Besucher und auch die Aktiven sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Den Abschluss der Veranstaltung bildet die Vorstellung der neuen Spieler für die kommende Saison def Fußball-Bezirksoberliga-Mannschaft des FC Cleeberg. Das Team bestreitet anschließend gegen die Oberliga-A-Jugend von Kickers Offenbach ein Freundschaftsspiel, das als Vorbereitung auf die im August beginnende Runde gilt.

12.07.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (ra)

 


»Nacht der Lichter« im Waldhaus in Cleeberg fand große Resonanz

Zu einer "Nacht der Lichter" mit Liedern aus Taize hatte am Freitagabend die evangelische Kirchengemeinde in das Waldhaus eingeladen.


Trotz regnerischen Wetters hatten sich zahlreiche Besucher zur "Nacht der Lichter" im Cleeberger Waldhaus eingefunden. Eingeladen waren Jugendliche; junge undjung gebliebene Erwachsene aus Cleeberg und den Nachbargemeinden ebenso Interessierte aus der weiteren Umgebung, die gerne singen oder einfach neugierig waren auf dieses besonderes Ereignis.
Salvatore Bohl, der gemeinsam mit Mario Passauer die Veranstaltung organisiert hatte, begrüßte die zahlreichen Besucher ebenso wie Gemeindepfarrerin Cornelia Hankel zu dem Treffen, das die evangelische Kirchengemeinde Cleeberg durchführte. Singen und Beten geschehe im Namen Gottes. Der besondere Willkommensgruß der Veranstalter galt einer Projekt-Chorgruppe für den Jugendkirchentag aus der Wetterau, die mit ihren Liedvorträgen wesentlich zum Gelingen des Abends beitrug.
Die Idee der "Nacht der Lichter" kommt aus Taize, einem kleinen Ort in Frankreich, wo es seit I 940 eine Gemeinschaft von Brüdern gibt, die einfach und nach christlichen Grundsätzen leben, Jahr für Jahr zieht es Tausende von Jugendlichen aus aller Welt dorthin, die für einige Tage dort einfach leben, singen, unzählige Kerzen anzünden, Gottesdienste feiern und Frieden und Gemeinschaft erleben wollen.
Die besondere Atmosphäre der Umgebung des Cleeberger Waldhauses und dieser Nacht ebenso wie der Gesang begeisterten die Jugendlichen und Erwachsenen. Das Waldhaus war an diesem Abend in ein warmes Licht getaucht. Die Besucher hatten Kerzen und Taschenlampen mitgebracht, weil es dort keinen Strom gibt. Am Eingang gaben Jugendliche Liedertexte aus. Während der nachfolgenden Gebete sang man Lieder wie "Halleluja" und "Wo Güte und Liebe herrscht, da ist Gott", und während der Gebete wurden unzählige Lichter zum Zeichen der Auferstehung Christi angezündet.
Die Veranstaltung bestand aus den Gesängen, aus gesprochenen Gebeten, aus Lesungen und aus Momenten der Stille. So herrscht zwischendurch bis zu zehn Minuten lang völlige Stille, in derjeder im Gebet versunken war. Jeder hielt dabei eine Kerze in der Hand. Fürjede Fürbitte wurde an diesem Abend eine Kerze angezündet, die dann vor das Kreuz gestellt wurde. Auf dem Gelände des Waldhauses gab es anschließend ein kleines Lagerfeuer, wo gemeinsam noch zahlreiche Lieder gesungen wurden.

10.07.2005 Quelle: Butzbacher Zeitung (e)

 


Fischsterben: Keine Gefahr für Bevölkerung
Angelsportverein distanziert sich von erster Mitteilung

Der Angelsportverein Kleebachtal-Langgöns distanziert sich mit einem Schreiben von der durch Bernd Bauer veröffentlichten Mitteilung zum Fischsterben im Pfarrteich im Seegrund Cleeberg. Bauer sei kein Mitglied des Vereins und habe den Artikel ohne Wissen des Vorstands veröffentlicht. "Es besteht oder bestand niemals eine Gefährdung der Bevölkerung", so der Vorstand in seiner Antwort.
Ein großer Teil der im Teich befindlichen Fische (etwa fünf bis sechs Zentner) seien dem Sterben zum Opfer gefallen. Betroffen seien alle Fischarten, von Aal über Barsch, Karpfen und Schleie bis zum 'Zander. Die notwendigen Schritte wie eine Anzeige gegen unbekannt und Beweissi
cherung seien erfolgt.
Der Vorstand weist darauf hin, dass sich möglicherweise noch einige überlebende Fische im Gewässer befinden. Da die Ursache des Fischsterbens noch nicht bekannt ist und Gift nicht ausgeschlossen werden könne, wird vor dem Verzehr eindringlich gewarnt. Messungen hätten ergeben, dass Sauerstoffmangel nicht die Ursache gewesen sei. Der Vorstand bittet eventuelle Zeugen von Gifteinleitungen um eine Mitteilung.
Der Vorstand wird mitteilen, wann der Teich wieder zum Angeln freigegeben wird. Das Angebot des Angelsportvereins für die Ferienspiele der Großgemeinde Langgöns wurde an den See in Rechtenbach verlegt.


Nach dem Fischsterben in einem Angelteich im Seegrund wurde die Anlage gesperrt.

08.07.2005 Quelle: Butzbacher Zeitung (pp)

 


Trainingsauftakt

Der FC Cleeberg geht im August diesen Jahres in die vierte Bezirksoberliga-Saison. Nachdem in den ersten drei Runden die Zielsetzung jeweils Klassenerhalt lautete, hat Trainer Andreas Wirth, der die Mannschaft nun im 2. Jahr betreut, diesmal als Klassenziel einen Platz zwischen drei und sieben ausgegeben.
Am Sonntag lud der engagierte Trainer seine Spieler zur Saisonvorbereitung zum Trainingsauftakt auf das Sportgelände in Niederkleen, da der eigene Platz in Cleeberg derzeit wegen Regenerationsmaßnahmen noch gesperrt ist. Insgesamt 23 Akteure fanden sich zum Trainingsauftakt ein, wobei Trainer Wirth auch die Neuzugänge Steffen Viehmann, Salvatore Russo, David Pizzini und Marco Blaschke begrüßen konnte. Anschließend traf sich die Mannschaft zu einem gemeinsamen Mittagessen.
Andreas Wirth hat mit der Mannschaft ehrgeizige Ziele. Bis auf Zoran Bjelanovic, der sich trotz anfänglicher Zusage kurzfristig abmeldete und künftig beim B-Ligisten Spvgg. Lemp aüflaufen wird, bleibt das Team zusammen, das im Vorjahr bereits Mitte der Rückrunde den Klassenerhalt gesichert hatte und mit dem Wirth dann ausprobieren und experimentieren konnte. In dieser Phase gab es personell gesehen wichtige Erkenntnisse, die dem FC-Trainer in der im August beginnenden Saison sicher weiterhelfen wird.
Wirth sieht mit dem FC Ederbergland, der in der letzten Saison knapp die Relegation verpasste, und im Aufsteiger Eintracht Lollar die Favoriten für die Saison 2006 /2007. Den FC Cleeberg reiht er als eines der Teams ein, die dahinter ins Ziel kommen könnten, denn die Zielvorgabe lautet wie eingangs erwähnt Rang 3 bis 7. Dazu hat der engagierte Coach ein spezifisches Trainingsprogramm mit einigen Testspielen, vielen Trainingseinheiten, Turnierteilnahmen und einem Trainingslager geplant. Dieses wird vom Freitag, den 21. Juli, bis zum Sonntag, den 23. Juli, erneut wie im Vorjahr in Bebra statttinden. Erstmals nimmt der FC Cleeberg am Theo-Jannsen Pokalturnier in Obbornhofen teil, wobei der FC in der Vorrunde auf den TV Langsdorf (6.7.; 20.15 Uhr), den Traiser FC (11.7. 20.15 Uhr), und die SG Ruppertsburg/Wetterfeld (25.7; 20.15 Uhr) treffen wird.
Zudem sind Spiele gegen den Gießener Bezirksliga-Aufsteiger SG Utphe/Trais-Horloff/Inheiden (9.7.); die A-Junioren von Kickers Offenbach (16.67) und den TUS Eschbach (30.7.) geplant.
Da die Bezirksoberliga im Gegensatz zu den letzten drei Runden, als jeweils 19 Teams an den Start gingen, diesmal nur mit 17 Mannschaften startet, liegt der Saisonbeginn diesmal am 1 . Augustwochenende. Somit ist eine Woche mehr Zeit in die Planungen einzusteigen bzw. die Saisonvorbereitung abzuschließen.
Durch die Neuzugänge hofft der FC Cleeberg, diesmal personell mehrere Alternativen aufbieten zu können, und nicht wie zeitweilig im 1. Saisondrittel der Runde 2005/2006 geschehen durch Verletzungen und Urlaubsplanungen oft nur mit Mühe eine schlagkräftige Truppe aufgeboten werden konnte.
Der FC Cleeberg hat sich durch die dreijährige Zugehörigkeit in die damals völlig neu aufgestellte Bezirksoberliga Gießen/Marburg mittlerweile als feste Größe in dieser Liga etabliert, belegte jeweils Plätze im einstelligen Tabellenbereich und konnte mit seinem engagierten Spiel und seiner Abwehrstärke so manchen etablierten Gegner überraschen. Dies soll auch in Zukunft weiter so bestehen bleiben, denn die Mannschaft hat das Potential, auch weiter oben in der Tabelle mitzuspielen und sich zukunftsorentiert um einen Spitzenplatz in der Liga zu bewerben.


Trainingsauftakt beim FC Cleeberg; Trainer Andreas Wirth (rechts) konnte zum Auftakt 23 Spieler auf dem Sportgelände in Niederkleen begrüßen. Denen er erste Anweisungen zum Trainingsprogramm der nächsten Wochen gab.


Auf dem Bild präsentieren sich die Neuzugänge des FC Clee6erg mit Trainer Andreas Wirth (rechts), die da wären (v. I. n. r.): Marco Blaschke (Rückkehrer vom FC Großen-Buseck); David Pizzini (SG Nauborn/Laufdorf); Steffen Viehmann (SG Brando6erndorf/Griedelbach), beide spielten bereits in der Bezirksliga-A-Jugend der JSG Waldsolms/Cleeberg; sowie Salvatore Russo (vom Landesliga-Absteiger TuBa Pohlheim).

06.07.2006 Quelle: Heimatblatt Langgöns

 


Laufgruppe aus den Langgönser Ortsteilen Cleeberg und Oberkleen am Start
Laufpremieren beim Mittelrhein-Marathon


Die Läufer-Crew aus Cleeberg und Langgöns mit hinten (v.l.) Peter Wagner, Harald Repp, Thorsten Friedrich, Martin Hanika; vorne (v.l.) Sandra Wagner, Katja Jung, Stefan Itter Ganz vorne Repp junior, der jüngste Fan von Papa Harald Repp.

Mit einer stattlichen Laufgruppe sowie vier Marathon- und Halbmarathon-Premieren waren die Aktiven aus den Langgönser Ortsteilen Cleeberg und Oberkleen beim 2.Mittelrhein-Marathon vertreten.
Über 9000 Teilnehmer waren über die Marathon-Distanz (42,2 km) von Oberwesel bzw. über die Halbmarathon-Strecke (21,1 km) von Boppard aus an den Start gegangen. Beide Läufe führten durch das idyllische Obere Mittelrheintal, vorbei an traumhafter Kulisse, bis zum Ziel am Deutschen Eck in Koblenz. Im Jahr 2002 wurde dieser Rheinabschnitt aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit zum UNESCO-Welterbe ernannt. Allerdings hatten die Veranstaltungsteilnehmer / -innen dieses Mal sehr mit den Temperaturen von nur knapp unter 30 Grad zu kämpfen. Bei einer solchen "Hitzeschlacht" ist an Bestzeiten natürlich nicht zu denken.
Einen tollen Einstand feierten trotzdem Katja Jung (2:22:13 h) und Sandra Wagner (2:19:26 h).über die Halbmarathondistanz, in der auch Martin Hanika als 125. in der Klasse M 50 einen guten Mittelplatz belegte, während Peter Wagner in 4:20:51 h und Christine Itter als 16. der Klasse W 30 erstmals erfolgreich die Marathonstrecke bewältigten. Auch Harald Repp auf dem 211. Platz der M 40 sowie Thorsten Friedrich als 223. der M 40 belegten gute Mittelfeldplätze.

06.07.2006 Quelle: Heimatblatt Langgöns (vk)

 


Ehrenbrief des Landes Hessen für Karl-Heinz Schindel

Der heimische Männergesangverein konnte am Sonntag den 2. Juli 2006 eine besonders verdientes Mitglied bei seiner Ehrung durch den hessischen Ministerpräsidenten begeleiten.
Der ehemalige erste Vorsitzende Karl-Heinz Schindel war im Jahre 1964 im Alter von nur vierzehn Jahren dem Verein beigetreten. Karl-Heinz Schindel erwies sich schon in jungen Jahren als Sänger und Mitglied dem kein persönlicher Aufwand zu hoch war, um dem Verein, all seinen Mitgliedern und letztlich auch dem Dorf Cleeberg größtmöglichen Nutzen zuzuführen.
Bereits im Jahre 1968 wurde Karl-Heinz Schindel wegen seines herausragenden Engagements im Alter von nur 18 Jahren in den erweiterten Vorstand des MGV "Liederkranz" 1922 Cleeberg gewählt und hat von da an die Geschicke des Vereins maßgeblich mitgestaltet. Es gelang ihm erstmals in den siebziger Jahren viele Jugendliche und junge Erwachsene für die aktive Mitgliedschaft im Verein zu gewinnen und so den Grundstein für die heutige Vereinsstruktur zu legen.
1985 übernahm Herr Schindel das Amt des zweiten Vorsitzenden. Mit diesem Zeitpunkt begann Karl-Heinz Schindel auch das besondere Gepräge des MGV "Liederkranz" 1922 Cleeberg, dass den heimischen MGV von anderen Chören unterscheidet, zu manifestieren. Es galt seitdem das unverrückbare Credo der Verpflichtung zu umfangreicher Jugendarbeit, dass Herr Schindel auch in den Jahren als erster Vorsitzender von 1990 bis 1997 geradlinig weiterverfolgte.
Es war Karl-Heinz Schindel, der gegen Ende der achtziger Jahre die Idee entwickelte, von Vereinsseite zwei sportliche Jugendfreizeiten im Jahr (Skifreizeit und Radtour) auszurichten. Diese beiden Fahrten erwiesen sich als probates Mittel um frühzeitig Kontakt und Bindung zu Jugendlichen aus der Gemeinde herzustellen. Noch Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem geschäftsführenden Vorstand und bis heute zeichnet Herr Schindel weiter für die Organisation dieser Freizeiten verantwortlich. Er übernimmt es jedes Jahr aufs neue für Unterkünfte, Transport und Skipässe sowie die Bereitstellung preiswerter Ski-Ausrüstung auch die Ausstattung des Servicefahrzeugs bei den Radtouren zu sorgen.
Gegen alle Widerstände im Verein hat Karl-Heinz Schindel stets für die Orientierung zur Jugend gefochten. Herr Schindel war es, der unermüdlich unter großem Einsatz bei heimischen Betrieben und Privatpersonen mit beachtlichem Erfolg um Spenden für die Jugendarbeit des Vereins bat.
Die Vereinsstruktur des MGV ist im wesentlichen auf das aufopferungsvolle Engagement, den ungebremsten Ehrgeiz sowie die visionären Ideen von Karl-Heinz Schindel zurückzuführen, dem nunmehr die besondere Ehrung des Landes Hessen zu teil geworden ist. Ohne den unermüdlichen Einsatz des Herrn Schindel hätte der Verein ein anderes Gesicht.

04.07.2006 Christian Kolmer

 


2. geführte Wanderung in Cleeberg


Extra für die Wandersleute hatte Familie Krämer vom Birkenhof einige Tische und Bänke aufgestellt, damit man sich bei den warmen Temperaturen hinsetzen konnte. Helga Block (rechts im Bild) nutzte die Gelegenheit, um Wissenswertes über Cleeberg und Umgebung zu erzählen.

Auch die zweite geführte Rundwanderung im Cleeberger Land für Geschichtsinteressierte fand große Resonanz. So stellten sich kürzlich an einem Sonntagnachmittag bei herrlichem Sommerwetter knapp dreißig Wanderer vor der Cleeberger "Taunus-Reitanlage Wildhof" ein, um wieder Wissenswertes über den Ort und seine Umgebung zu erfahren. Unter der Führung von Helga Block zog die Gruppe in Richtung Schorn, bis hin zum Aussichtspunkt, dem so genannten "Grauen Stein". Dieser wurde 1985 vom Heimat- und Verkehrsverein dort mit einem Tisch und einer Bank aufgestellt. Auf dem Stein befindet sich eine gusseiserne Platte auf der Richtungspfeile mit Entfernungsangaben angebracht sind. Sie deuten unter anderem zum Dünsberg, zur Burg Gleiberg und zum Hohen Rodskopf. Eine Wanderin der Gruppe machte den Vorschlag diesen Stein "Schornstein" zu nennen, weil er ja schließlich am Schorn liegt.
Nach kurzem Aufenthalt zog die Wandergruppe weiter den Schorn hinauf und vorbei am 1974 erbauten Hochbehälter, an dem ein Großteil der Cleeberger schon sehnsüchtig den geplanten Mobilfunkmast erwartet. Weiter ging es durch den Wald über "Die Straß", einem uralten Überland- und Handelsweg, in Cleeberg auch Brandwein- oder Schmugglerstraße genannt. Auf der Höhe 420 m üNN verließ man den Wald und kreuzte den "Elisabethpfad", ein aus neuerer Zeit stammender Pilger-Fernweg von Frankfurt nach Marburg, der auch eine Übernachtungsstation in Cleeberg bietet. Von hier aus genoss man zunächst den Fernblick über die Feldgemarkung und den Köhlerberg bis hin zum Westerwald und Rothaargebirge. Hier erzählte Helga Block Gegebenheiten aus der Zeit der französischen Revolutionskriege (1792-1802), die viel Leid und Elend über die kleine Cleeberger Grafschaft brachten. Unter anderem sollen am 9. Juli 1796 tausende französische Soldaten (14.000 ?!) hier in der Cleeberger Feldgemarkung auf ihrem Weg nach Frankfurt über Butzbach ihr Lager aufgeschlagen, dabei den Ort geplündert, sogar den Mannspersonen die Schuhe von den Füßen gerissen und fast das ganze Vieh geschlachtet haben, wie der damalige Schultheiß Johannes Reitz in der Chronik berichtet.
Beim "Stauden" zeigte Frau Block den Platz, wo früher für viele Jahrhunderte der Galgen stand. Cleeberg war nicht nur Verwaltungssitz sondern auch Gerichtssitz für die Grafschaft zu der noch Brandoberndorf, Oberkleen und Ebersgöns gehörten. Hier erfuhren die Wanderer die Geschichten von zwei Hinrichtungen aus den Jahren 1654 und 1680. Wann der Galgen niedergelegt wurde geht nicht aus den Akten hervor. Zu letzt soll ein Mann namens Fleische wegen schweren Straßenraubes um 1770 gehängt worden sein.
Vom "Galgenberg" ging es weiter "Die Straß" hinunter zum so genannten "Zollstock". Da erklärte die Wanderführerin, dass hier kein Zoll erhoben wurde, wie fälschlicherweise angenommen wird, sondern dass sich hier eine wichtige Straßenkreuzung befand und dass ein "Zollstock" im Nassauischen ein Wegweiser war. Durch die offene Feldgemarkung führte die Wanderroute nach einem Kilometer zum Birkenhof, einem Aussiedlerhof und heute noch einzigen Milcherzeuger und Milchlieferant der Großgemeinde Langgöns. Hier wurde die Wandergruppe von der Familie Krämer/Hofbesitzer herzlich empfangen, zu einem Probetrunk frisch gemolkener Milch und zur Hofbesichtigung eingeladen. Bei dieser gemütlichen Rast erzählte Helga Block weitere interessante Geschichten aus der Vergangenheit, wie unter anderem von dem ersten Widerstand um 1758 der leibeigenen Bauern aus Brandoberndorf, Oberkleen und Ebersgöns gegen die Fronarbeit auf den Cleeberger Feldern. Dazu muss man wissen, dass es in Cleeberg selbst keine Leibeigenen gab und die Bauern der anderen zur Grafschaft gehörenden Dörfer die Felder in Cleeberg für die Herrschaften bearbeiten mussten. Mit herzlichem Applaus bedankten sich die Wanderer bei den Hofbesitzern und Helga Block überreichte ihnen ein kleines Geschenk als Dankeschön.
Über den "Panoramaweg" ging es am "Heideberg" entlang zur "Oberen Aulbachsenke" von wo aus früher eine eichene Wasserleitung die Burg mit Wasser versorgte. Von der "Alt Mark", wo sich um 500 v. Chr. eine keltische Ringwallanlage bzw. Fliehburg befand, erreichte man in fünfzehn Minuten wieder den Ausgangspunkt. Viele Teilnehmer nutzten hier noch die Gelegenheit, die Außenanlagen des Reiterhofes mit seinen Tiergehegen und Voileren zu besichtigen sowie in der Speisegaststätte der Taunus-Reitanlage "Zur Tenne" noch einen Kaffee zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen und das Erlebte in Gesellschaft revue passieren zu lassen.
Die für Juli geplante Wanderung muss aus persönlichen Gründen leider abgesagt werden. Als nächste Veranstaltung dieser Art ist eine Exkursion durch das ehemalige Amtsstädtchen Cleeberg (Burg) mit Besichtigung einer hundert Jahre alten kleinen und gut erhaltenen Dorfschmiede für den 13 August fest vorgesehen. Näheres dazu wird rechtzeitig bekannt gegeben.

03.07.2006 René Arabin

 


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