Fastnachtssitzung der Fußballer bot etliche närrische Höhepunkte
Von den Bergbauern über die Schnapselssänger bis zum »Stronsegänger«

Helmut Wölflick (r) und Thomas Lauber waren als "Radi und Tommy" bei der FC-Fastnachtssitzung im Bürgerhaus wieder doppelt Spitze. Sehr gut kam auch der Auftritt des königlich hessischen Cleeberger Strafgerichts mit Jan-Erik Dreikausen als Richter an.

Wieder richtig herzhaft was zu lachen gab es bei der großen Fastnachtssitzung des FC Cleeberg im ausverkauften Cleeberger Bürgerhaus. Da wurde wieder Land und Leute auf die Schippe genommen. Unter der Regie von Sitzungspräsident Günter Rau und zehn Mitgliedern der Frauengymnastik hatte der Elferrat vor einem prächtig dekorierten Bühnenbild Platz genommen. Sofort war zu erkennen, dass sich bei dieser Sitzung, wenn auch nicht alles, so doch vieles um die bevorstehende Fußball-Welpneisterschaft in Deutschland drehen würde, denn ein Spielfeld mit den Worten "König Fußball" war angebracht und davor mit dem Schloss und Rathaus Cleeberg zwei bekannte Markenzeichen des Ortes zu sehen. Und mittendrin hatte der Elferrat Platz genommen.
Rau erinnerte bei seiner Begrüßung an das große Spektakel im Sommer in Deutschland. Dann gab es einen Gardetanz zu sehen, allerdings nicht von Mädchen, sondern von den Gardebuben des FC Cleeberg ausgeführt. Jörg Schmidt stieg als erster in die Bütt und hatte als Protokoller einiges aus Cleeberg zu berichten. Einen Stepp-Tanz präsentierten die Bambini. Mit einer Überraschung warteten vier junge Männer auf, die sich dem Gesang der "Flippers" widmeten. Einen Tanz der Fußballdamen "Cup of live" war der nächste Programmpunkt. Den ersten Teil beendeten mit ihrem ersten Auftritt als "Radi und Tommy" Helmut "Radi" Wölflick und Thomas Lauber, die als "Cleeberger Bergbauern" wieder die Lacher auf ihrer Seite hatten.

Nach einer kleinen Pause tagte das königlich-hessische Cleeberger Strafgericht mit Richter Jan-Erik Dreikausen und hatte zwei Fälle zu verhandeln, was natürlich zu einigen Verwirrungen führte. Dahinter verbargen sich Mitglieder des Cleeberger Jugendheims. Dann kamen die Hoinkmänner aus dem benachbarten Ebersgöns als "Mexikanos" auf die Bühne und mussten für ihre tänzerischen Darbietungen eine Zugabe geben. Martin Hanika als "En Stronsegänger" hatte natürlich viel zu berichten. Da durften auch die Wildschweinplage.und sonstige Ereignisse aus dem Ort nicht fehlen. Dann kam der zweite Einsatz von "Radi und Tommy", die dieses Mal als "Schnapselsänger" das Publikum zum Lachen brachten. Mit einem "Late night spezial" nach Madonnas "Hang Up" und dem AH-Ballett "The unknows" ging in Cleeberg wieder eine großartige Fastnachtssitzung mit vielen karnevalistischen Höhepunkten zu Ende.

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28.02.2006 Text: Butzbacher Zeitung (vk), Bilder: René und André Arabin

 


Historische Mauer in Cleeberg wird saniert


In der Alten Gasse von Cleeberg soll diese Mauer samt dem "Judenborn" saniert werden.

In seiner jüngsten Sitzung befasste sich das Langgönser Parlament u.a. mit der Dorferneuerung Cleeberg und hier insbesondere mit dem Finanzierungsmodell zur Sanierung der historischen Mauer in der Alten Gasse einschließlich dem sogenannten "Judenborn".
Danach ist vorgesehen, dass die geschätzten Sanierungskosten der Mauer von 150000 Euro zu einem Drittel von den beiden Eigentümern übernommen werden, die diese Kosten als Maßnahme der Dorferneuerung zur Bezuschussung anmelden können. Auf die Gemeinde Langgöns würde ein Anteil von rund 19000 Euro sowie zusätzlich 20000 Euro Wiederaufbaukosten für den "Judenborn"
zukommen. Diese würden ebenfalls als Dorferneuerungsmaßnahme bezuschusst. Die restlichen Mittel würden vom Landkreis Gießen und dem Landesamt für Denkmalspflege übernommen. Die Umsetzung soll in diesem Jahr erfolgen. Die Gemeindevertretung stimmte diesem Finanzierungsmodell einstimmig zu.

11.02.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (e)

 


"Ja" zu Funkstation

Einstimmig billigte die Langgönser Gemeindevertretung das Vorhaben der Firma e-plus Mobilfunk GmbH, in Cleeberg. im Bereich des Wasserbehälters am "Schorn" eine Funkstation mit Anschluss an das Versorgungsnetz für den Betrieb von Telekommunikationsnetzen auf einem gemeindeeigenen Grundstück zu errichten. Damit kann eine Mobilfunkversorgung für den Ortsteil Cleeberg hergestellt werden. Der geplante Standort hat einen ausreichenden Abstand zu den einzelnen Wohnbereichen in Cleeberg. Die nächstgelegenen Siedlungsgebiete liegen 600 Meter entfernt.

11.02.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (e)

 


Fastnachtssitzung

Am Fastnachtssamstag, 25. Februar, starten die Cleeberger Narren wieder ihre traditionelle närrische Sitzung. Ab 19.33 Uhr regiert die Fröhlichkeit im Cleeberger Bürgerhaus, wenn der FC Cleeberg zur großen Sitzung einlädt. Beim diesjährigen Motto geht es um die Fußball-Weltmeisterschaft. Der Kartenvorverkauf beginnt am Sonntag, 12. Februar, ab 10.00 Uhr im Sportheim.

10.02.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (ra)

 


Sporttaucher vom Tauchgang nicht zurückgekehrt

Am späten Vormittag des 04. Februar 2006 wurden die Feuerwehren aus Oberkleen, Cleeberg und Lang-Göns zu einem Taucherunfall im Oberkleener Steinbruchsee gerufen. Zeitgleich erfolgte die Alarmierung von zwei Rettungswagen, einem Notarzt sowie der DLRG Ortsgruppe aus Heuchelheim. Zwei Eistaucher hatten den zugefrorenen See aufgebrochen und waren gegen 10.40 Uhr abgetaucht. Als die Beiden nicht zurückgekehrt waren und erste Rettungsversuche durch zwei weitere Taucher erfolglos blieben wurde der Notruf abgesetzt. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr hatten die beiden Taucher die leblosen Körper der verunfallten Personen auf dem Grund des ca. 27 Meter tiefen Steinbruchsees gesichtet. Aufgrund des begrenzten Luftvorrats bestand für beide bereits zu diesem Zeitpunkt keine Überlebenschance mehr. Wegen des eisig kalten Wassers und der enormen Tiefe wurden zur Bergung der Personen zwei zusätzliche DLRG-Tauchergruppen aus Friedberg und Gießen angefordert. Durch die Feuerwehr wurden mittels Kettensäge zusätzliche Öffnungen in die Eisdecke geschnitten und dann mit Steckleiterteilen gesichert. Die Sicherung der auf dem Eis tätigen Feuerwehrleute erfolgte mittels Sicherungsleinen.
Gegen 18.00 Uhr konnten die leblosen Körper der beiden Taucher geborgen werden. Dazu wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr ausgeleuchtet. Hierfür war zusätzlich die Feuerwehr aus Großen-Linden mit ihrem Flutlichtfahrzeug angerückt.
Insgesamt drei Pfarrer der Notfallseelsorge haben sich um die Angehörigen der Betroffenen gekümmert. Neben mehreren Streifenwagen der Polizei waren Mitarbeiter der Kriminalpolizei an der Einsatzstelle. Die Unglücksursache konnte noch nicht festgestellt werden. Die Feuerwehren waren mit ca. 40 Einsatzkräften unter der Leitung der Gemeindebrandinspektoren Uwe Müller und Frank Dreikausen im Einsatz. An der Einsatzstelle war auch Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld. Die Feuerwehr Cleeberg war unter der Leitung des Wehrführers, Thorsten Jung mit 13 Mitgliedern vor Ort.

05.02.2006 Wehrführer Thorsten Jung, Bild: www.bild.de

 


Eisrettung am Ebersgönser Weiher


Feuerwehrmann Florian Repp tastet sich mit zwei Leitern auf der kalten Eisfläche bis zur Einbruchstelle vor.

Wegen der derzeit eisigen Temperaturen, nachts von weit unter 0 Grad, sind sämtliche Seen in weiten Teilen unserer Region eingefroren. So mancher denkt da an Schlittschuhfahren. Dies kann aber auch gefährlich sein - wenn man nicht aufpasst, dann kann man im wahrsten Sinne des Wortes "ins Wasser fallen". Aus diesem Grund war am Freitagabend dem 27. Januar die Freiwillige Feuerwehr von Cleeberg am Ebersgönser Weiher zugange und übte dort unter realistischen Bedingungen die Rettung einer im Eis eingebrochenen Person. Nach dem die Beleuchtung aufgestellt war begannen sich die Einsatzkräfte mit Seilen zu sichern. Unter der Leitung von Wehrführer Thorsten Jung tastete sich ein Feuerwehrmann auf zwei flachgelegten Leitern zur angenommenen Einbruchstelle, wo man ebenfalls eine verunglückte Person annahm. Anschließend wurden die ebenfalls gesicherten Leitern, auf einer der Feuerwehrmann liegend, von den andern Kameraden zurück ans Ufer gezogen. Der Wehrführer war sehr zufrieden, was den Verlauf der Übung betrifft.


Hier wurde gerade ein Stück aus der Eisdecke geschnitten. Das Nachmessen der Eisdicke ergab 17 Zentimeter.

Zum Abschluss wurde noch ein Stück Eis aus der zugefrorenen Eisdecke herausgeschnitten. Man ermittelte dort eine Eisdicke von 17 Zentimeter. Obwohl dies zum Schlittschuhfahren längst ausreicht, ist trotzdem davon abzuraten. Die meisten Seen und Weiher sind dazu nicht freigegeben, auch von einem Begehen ist abzuraten.

02.02.2006 René Arabin

 


Gottes Wort im Cleeberger Dialekt
Frauen gestalteten Mundartgottesdienst in der evangelischen Kirche


Zu einem Mundartgottesdienst war am Sonntag die Gemeinde in die evangelische Pfarrkirche von Cleeberg eingeladen.

Ein gelungenes Projekt, das mit Sicherheit eine Fortsetzung findet, war ein Mundartgottesdienst in der evangelischen Kirche Cleeberg. Am vergangenen Sonntag wurde dort das Wort Gottes in der jahrhundetalten bäuerlichen und bildkräftigen Sprache der heimische Region verkündet. Den Gottesdienst hatt eine Gruppe von Frauen aus der Gemeinde gemeinsam mit Pfarrerin Hankel in Mundart vorbereitet. An der Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes waren Doris Jung, Christel Jung, Marlies Hanika, Marianne Schmidt, Heidi Tonhäuser und Sieglinde Senft beteiligt.
Die zehn Gebote zwischen Gestern und Heute standen im Mittelpunkt der geistlichen Stunde. Im Gespräch zwischen drei jungen und drei alten Frauen wurde erörtert, was es für einen Sinn machte, als Konfirmandinnen die biblischen Gebote und den Katechismus Martin Luthers auswendig gelernt zu haben, ohne oft den Sinn zu verstehen. In vergangenen Zeiten ("froier") sei nicht alles besser. Denn viele Gebote hätten die Menschen auch damals nicht unbedingt eingehalten. So seien beispielsweise Kartoffeln, Apfel, Dickwurz und Holz auch schon zu Urgroßmutters Zeiten geklaut worden. Und auch den Neid, den Geiz, die Missgunst und die Heuchelei habe es gegeben, ob damals wegen der besseren Äcker und Aussteuer oder heute wegen des neuen Autos oder Hauses. Neid sei neben anderen Dingen schon immer ein Grundübel gewesen, das jeder Dorf und menschlichen Gemeinschaft zu schaffen gemacht habe.

Im Gespräch vor dem Altar wechselten sich lustige Anekdoten mit emsten Themen ab. Pfarrerin Hankel wurde zwischendurch immer wieder als Seelsorgerin nach den theologischen Hintergründen und nach ihrer Einschätzung der Gebote gefragt. Da sie als "Zugereiste" den Cleeberger Dialekt nicht spricht, durfte sie auf Hochdeutsch antworten. Von der Empore herab lasen die Konfirmanden reihum die zehn Gebote vor. In dem Mundartgottesdienst wurden die Besucher durch die Anziehungskraft und Unmittelbarkeit des heimischen Zungenschlages angesprochen. Es sei für sie eine bewegende Erfahrung gewesen, das Wort Gottes in der Mundart des Cleeberger Landes, in ihrer eigentlichen Muttersprache, gehört zu haben, bekannte eine Besucherin.
Der Gottesdienst, der am Anfang einer Reihe von Gottesdiensten "am 5. Sonntag des Monats" steht, die anders gestaltet werden sollen, fand regen Zuspruch über die Cleeberger Gemeindegrenzen hinaus. Jüngere und ältere Menschen hatten sich eingefunden, die Freude an der Mundart und der Bewahrung heimischen Brauchtums haben und sich in der Atmosphäre der Kirche sofort heimisch fühlten. Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein. Der Kirchenvorstand freut sich auch über die große Kollekte von 347,50 Euro, die für die Kinder der Familie Rau aus Dornholzhausen bestimmt ist, und dankt allen herzlich dafür.

01.02.2006 Quelle: Butzbacher Zeitung (dö), farbige Bilder: Heidi Tonhäuser

 

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