MGV Cleeberg ehrte Mitglieder


Im Rahmen eines Familienabends ehrte der Männergesangverein Cleeberg seine verdienten Mitglieder. Für 25 Jahre Unterstützung des MGV als passives Mitglied ehrte Vereinsvorsitzender Hartmut Schmidt gleich fünf Mitglieder. Die Urkunde erhielten Hubert Becker, Werner Kimpel, Harald Repp, Erhard Sann und Detlef Senft. Für zehn Jahre aktive Mitarbeit wurde Steffen Hartmannshenn mit der bronzenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet, die Silbernadel des Hessischen Sängerbundes konnte Hartmut Schmidt Matthias Höhn überreichen. Ganze 70 Jahre im Verein ist mittlerweile Günter Schindel, den von diesen 70 Jahren immerhin 60 Jahre lang aktiv für den MGV Cleeberg gesungen hat. Die entsprechende Urkunde nahm für ihn sein Sohn Karl-Heinz in Empfang, der seinerseits schon über 40 Jahre aktiv im MGV seine Stimme erhebt.

28.11.2005 Quelle: www.mgv-cleeberg.de / Gießener Anzeiger

 


Königsschießen beim Cleeberger Schützenverein


(v.l.n.r.) Martin Höchst, 2. Vorsitzender des Schützenvereins Cleeberg 1905 e.V., die neue Schützenkönigin Kornelia Jung und der neue Schützenkönig Reimund Jung bei den Ehrungen im Aufenthaltsraum des Vereinsheimes.

Jedes Jahr im Herbst führt der Schützenverein Cleeberg 1905 e.V. sein traditionelles Königsschießen durch, so auch am vergangenen Samstag. Im frisch renovierten Vereinsheim des diesjährigen Jubiläumsvereins fanden sich wieder zahlreiche Schützen ein. Traditionell wurde auf dieselbe Stelle einer Holzlatte geschossen, an dem ein ca. 50 x 30 cm großer Holzadler hing. Reihum legten die Cleeberger Schützen die Gewehre an und derjenige, bei dessen Schuss der Adler zu Boden fiel, wurde der neue Schützenkönig bzw. die neue Schützenkönigin. Hierbei spielte es keine Rolle, wie gut ein Schütze schießen kann. Nach 182 Schuss fiel bei den Männern der Adler bei Reimund Jung und bei den Damen nach 60 Schüssen bei Kornelia Jung. Geschossen wurde auf 10 Meter mit Luft und dem Kaliber 4,5 mm. Die Ehrungen durch den 2. Vorsitzenden Martin Höchst fanden im Anschluss im Aufenthaltsraum bei Essen und Trinken statt. Dort feierte man noch einige Stunden das neue Schützenkönigspaar.

27.11.2005 René Arabin

 


Traditionelle Weihnachtsbaumaufstellung auf dem Cleeberger Schlossturm


Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, nachdem sie den Weihnachtsbaum auf dem Turm des Cleeberger Schlösschens aufgestellt und mit Lichterketten bestückt hatten.

Am vergangenen Samstag ist auf dem 21 Meter hohen Turm, der zum Schloss gehört, wieder ein Weihnachtsbaum aufgestellt worden. Jedes Jahr machen sich einige Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Cleeberg die Mühe, eine Tanne zu schlagen und diese unter großem Aufwand auf der Plattform des Turmes aufzustellen. Zunächst wurde die Tanne bei Familie Linke in der "Unteren Pforte" gefällt, auf den Hänger eines Schleppers geladen und zum Turm transportiert. Von acht Feuerwehrmännern wurde der Baum anschließend mit zwei Seilen querliegend bis nach oben gezogen. Da es sich hierbei mittlerweile um eine traditionelle Aktion handelt, sind auf dem Turm schon die nötigen Halterungen für die sichere Befestigung des Baumes vorhanden. Sobald der dieser aufgestellt war, wurden die Lichterketten mit insgesamt 100 Glühlampen angebracht, die nun jeden Abend um ca.17:00 Uhr anfangen zu leuchten und morgens um ca. 8:00 Uhr wieder ausgeschaltet werden. Bis zum 6. Januar 2006 dürfen sich die Cleeberger an diesem Weihnachtsbaum nun erfreuen.


Am Abend fand bei Dunkelheit mit Weihnachtsbaumbeleuchtung und Fackelfeuer noch ein musikalisches Ereignis statt.

Nach dieser Aufstellaktion, wenig später gegen 18:00 Uhr, machten sich zwei Musiker und einige Feuerwehrleute noch Mal die Mühe den Turm mit Fackeln und Musikinstrumenten zu besteigen. Auf der oberen Plattform spielten Isabell Wehnert auf der Querflöte und Frank Koschembar auf der Trompete einige schöne Weihnachtslieder. Abgerundet wurde dieses musikalische "Highlight" noch mit dem Chorgesang der Feuerwehrleute Thorsten Jung, Jörg Schmidt, Harald Repp, Jörg Klingelhöfer und Volkmar Scheld, die den Klang von "Ich bin der Bub vom Kleebachtal" als Zugabe noch mehrstimmig ins verschneite Dorf hinab schickten.

27.11.2005 René Arabin

 


Pferde zwischen Cleeberg und Oberkleen getötet

Auf der Kreisstraße K 365 zwischen Cleeberg und Oberkleen stieß am Freitagmorgen gegen 5:35 Uhr ein Linienbus der Butzbach-Licher Eisenbahn AG mit einer Gruppe von sieben Pferden zusammen. Die Tiere waren aus einer Koppel ausgerissen, deren Zaun durch die Schneelast heruntergedrückt worden war, sie hielten sich im Talstück in der Nähe der Fischteiche zwischen den Leitplanken auf. Als der Linienbus diese Stelle passierte, kollidierte er mit den Pferden und rutschte anschließend in einen Straßengraben, wo er auf der Seite liegen blieb. Ein Tier wurde bei dem Aufprall getötet, zwei schwer verletzt. Der 43-jährige Busfahrer aus Langgöns und eine 17-jährige Schülerin aus Cleeberg erlitten leichte Verletzungen, die restlichen Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Am Linienbus entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 15.000 EUR. Die zwei schwer verletzten Pferde mussten noch am Unfallort von Polizeibeamten getötet werden.

26.11.2005 Quelle: Polizeipresse.de

 


Familiengottesdienst zum 1. Advent

Am Sonntag, den 27.11. findet um 10.45 Uhr ein Familiengottesdienst in der Cleeberger Kirche statt. Zum Thema "Sterne und Sternstunden" sind alle Kleinen und Großen eingeladen, Lieder zu singen, Geschichten zu hören und über die Sterne, die uns den Weg weisen, nachzudenken. Die Kinderkirche fällte an diesem Tag aus, da alle in der Kirche zusammen kommen.

24.11.2005 Pfarrerin Cornelia Hankel

 


Historische Münze bei Gartenarbeiten gefunden

Wie jetzt bekannt wurde, fand man vor geraumer Zeit bei Gartenarbeiten unterhalb der Cleeberger Burganlage einige alte Münzen. Um es vorweg zu sagen - - -, dabei handelt es sich nicht um einen spektakulären Fund wie in der Zeit um 1890/1895, als drei Cleeberger Arbeiter beim Umbau des Schornsteins im ehemaligen Hessen-Darmstädtischen Forsthaus (Dorfname; "Schäferampeters-Haus", Untere Pforte) eine im Schlot versteckte Gießkanne voller Goldstücke fanden. Interessant aber sind die Jetzt "aufgetauchten" Münzen allemal für Cleeberg; besonders eine davon. Denn neben gut erhaltenen Reichspfennigen aus der Zeit der Weimarer Republik (1919 - 1933) und einer französischen Münze von um 1880 gab das Erdreich auch eine um etwa 1800 - 1900 Jahre alte römische Münze frei. Das Exemplar ist mit 25,8mm Durchmesser und mittig 2,5mm Dicke etwa so groß wie ein Zwei-Euro-Stück. Eine Seite ist völlig abgeplattet dafür zeigt die andere Seite einen ca. 13mm hohen und 12,6mm breiten Kaiserkopf in gutem Zustand, mit halbrund umlaufender, eben noch erkennbarer Beschriftung.


Dieser Sesterz wurde bei Gartenarbeiten in Cleeberg unterhalb der Burg gefunden, hierbei handelt es vermutlich um eine Bronzemünze aus der Römerzeit um ca. 83 - 138 n. Chr.

Wie und wann nun kann diese Münze vor ca. 1900 Jahren nach Cleeberg gekommen sein, welches außerhalb des römischen Territoriums gelegen hat, 6km Luftlinie nordwestlich vom Limes entfernt? Mit diesen Fragen und Fotos vom Fundobjekt wandte man sich an Butzbachs Museumsleiter Dr. Dieter Wolf. Dort erfuhr man, dass es sich eindeutig um einen Sesterz handelt, eine Bronzemünze vermutlich aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr.. Die Kaiserkopfabbildungen auf diesen römischen Münzen aus den Regierungszeiten zum Beispiel der Kaiser Trajan - (98 - 117 n. Chr.), Hadrian - (117 - 138 n. Chr.) und Antoninus Pius - (138 - 161 n. Chr.), die in relativ großen Mengen geprägt wurden und recht häufig bei Siedlungsfunden in der Wetterau auftauchen, ähneln sich sehr. Ohne Vorlage des Fundstückes bei einem diesbezüglichen Münzexperten könne keine genaue Bestimmung vorgenommen werden. Der Fund in Cleeberg, so Dr. Wolf bedeutet nicht, dass die Römer dort gesiedelt haben, möglicherweise hin und wieder aber vorort waren, denkbar während einer Militärübung. Wahrscheinlich und näher liegend sei, dass die Münze durch Warenhandel im Grenzverkehr dort hin gelangt ist, zum Beispiel durch Erwerb von Erzgestein oder Holz, letzteres benötigten die Römer in riesigen Mengen u. a. für ihre Palisadenzäune und Kastellbauten, dies eben auch im angrenzenden benachbarten Butzbacher Raum.
Ein im heimischen Raum ansässiger Münzsammler und ehemaliger Lateinlehrer hält die in Cleeberg gefundene Münze für eine Prägung aus der Amtszeit des Kaisers Antoninus Pius. Die markante Nase und das ausgeprägte Kinn des nach rechts gedrehten Kaiserkopfes, der mit einem Lorbeerkranz geschmückt ist, ließen diese Deutung zu. Da der Informant eine eben solche Münze, jedoch in besserer Erhaltung in seiner Sammlung hat, konnte er auch sagen, wie die in der oberen Hälfte nach rechts verlaufende Umschrift auf der Vorderseite (Avers) lautet: "Antoninus Aug Pius P P". Das "Aug" steht für Augustus und das "P P" für Pater Patriae, was übersetzt "Vater des Vaterlandes" Die Jahreszahl der jeweiligen Prägungen befindet sich bei diesen Münzen auf der Rückseite (Revers), so der Kenner weiter, dazu immer die Figur einer Göttin. Auf dem Cleeberger Fundstück sei vermutlich stehend die Göttin Fortuna abgebildet gewesen. Eindeutig sei das nicht zu sagen, da von Prägung zu Prägung die Göttinenabbildungen unter umständen gewechselt wurden, dies auch in einer Regierungszeit eines jeweiligen Kaisers.

19.11.2005 Text: Helga Block, Bilder mit Beschreibung: René Arabin

 


Zuschüsse bei Sanierung alter Bausubstanz in Cleeberg

Für Bürger, die ein Haus im alten Ortskern (Fördergebiet) von Cleeberg besitzen und dieses sanieren oder erweitem wollen, bestehen auch im nächsten Jahr Fördermöglichkeiten im Rahmen der Dorferneuerung. Darauf weist der Langgönser Bürgermeister Horst Röhrig hin. Ziel des Programms ist die Erhaltung von alter orts- und regionaltypischer Bausubstanz, das Baujahr des Gebäudes muss vor 1940 liegen. Trifft dieses zu, können folgende Baumaßnahmen bezuschusst werden:

- Erhaltungs- und Gestaltungsmaßnahmen, z.B. Dach- und Fenstererneuerung, Verputz und Wärmedämmung;
- Schaffung von neuem Wohnraum in bisher ungenutzten Gebäuden, z.B. Nebengebäuden oder Scheunen;
- Anbaumaßnahmen zur Anpassung des Raumangebots und der Raumaufteilung an zeitgemäßes Wohnen;
- Planungsleistungen von Architekten bei Umnutzungen von leerstehenden Gebäuden und Anbauten.

Wer Interesse an einer Förderung hat, sollte zunächst eine Bauberatung in Anspruch nehmen. Hier können sowohl fachliche Fragen beantwortet und Informationen zum weiteren Vorgehen gegeben werden. Die Beratung ist kostenlos. Termine können mit dem zuständigen Beratungsbüro Dipl.-Ing. Klaus Grabowski, Wendelinsweg 6, 61476 Kronberg im Taunus, Tel. 06173/640402, vereinbart werden.
Es wird empfohlen, die vollständigen Förderanträge zu Beginn des nächsten Jahres bei dem Amt für den ländlichen Raum, Landkreis Lahn-Dill vorzulegen.

18.11.2005 Quelle: Butzbacher Zeitung (pm)

 


Königsschießen in Cleeberg

Am Samstag, dem 26. November 2005 wird der Schützenverein Cleeberg sein traditionelles Königsschießen veranstalten. Wie auch in den vergangenen Jahren werden eine Schützenkönigin, ein Schützenkönig und ein Jugendkönig geadelt. Beginn dieser Veranstaltung ist um 20.00 Uhr im Vereinsheim. Für das leibliche Wohl in einer gemütlichen Runde wird natürlich bestens gesorgt sein.

15.11.2005 Mario Dold

 


11. Nachtübung der Freiwilligen Feuerwehren Oberkleen und Cleeberg

"Erfolg und Sicherheit für den Etikettendrucker", so heißt das Motto der Firma Gallus Druckmaschinen GmbH, die Sicherheit war am vergangenen Samstagabend ebenfalls ein Thema für die beiden Freiwilligen Feuerwehren Oberkleen und Cleeberg. Die Schwerpunkte bei der diesjährigen traditionellen Nachtübung, die in diesem Jahr bereits zum 11. Mal stattfand, waren die moderne Brandmeldeanlage, das auffrischen von Gebäudekenntnissen der Produktionshallen und die Rettung von verletzten Personen unter den dort örtlichen Gegebenheiten.



Pünktlich um 18:00 Uhr wurde über die Brandmeldeanlage ein Alarm ausgelöst, in Oberkleen und Cleeberg ertönten anschließend die Sirenen, und nach wenigen Minuten trafen die Einsatzfahrzeuge der Oberkleener FFW am Einsatzort ein, etwas später auch die der Cleeberger FFW. Angenommen wurde ein Brand in der Werkzeugabteilung des Druckmaschinenherstellers und ein Brand mit drei verletzte Personen im Bereich der Lackierkabine. Während die Einsatzkräfte der Oberkleener FFW den angenommenen Brand in der Werkzeugabteilung löschen, war die Cleeberger FFW damit beschäftigt, den Brand an der Lackierkabine zu bekämpfen und die verletzten Personen zu retten. Nach 45 min war die Übung, an der ca. 35 Einsatzkräfte, davon 4 Atemschutztrupps und 4 Einsatzfahrzeuge beteiligt waren, beendet. Stellvertretender Gemeindebrandinspektor Frank Dreikausen, der diese Übung auch ausgearbeitet hatte, gab im Anschluss eine Bewertung ab und erläuterte allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern die Funktionsweise und Bedienung der vorhandenen Brandmeldeanlage. Danach fand eine brandschutztechnische Objektbesichtigung statt. Der Brandschutzbeauftragte der Firma Gallus Druckmaschinen GmbH, Jürgen Hens, führte die Gruppe durch die Produktionshallen und wies darauf hin, mit welchen Gefahren man im Ernstfall in den verschiedenen Bereichen der Hallen zu rechnen hat. Anwesend waren auch Gemeindebrandinspektor Uwe Müller und Martin Hanika vom Gemeindevorstand der Gemeinde Langgöns.

Hier versuchen Einsatzkräfte der FFW Oberkleen den Brand in der Werkzeugabteilung zu bekämpfen. Hier wurden Atemschutzgeräte eingesetzt.
Zwei Einsatzkräfte der FFW Cleeberg sind dabei die Dame der Oberkleener Jugendfeuerwehr zu retten. Auch hier kamen Atemschutzgeräte zum Einsatz.
Dies ist eine moderne Brandmeldeanlage, ein Feuerwehrkamerad der FFW Cleeberg studiert gerade die so genannten Feuerwehrlaufkarten.
Jürgen Hens (rechts im Bild), Brandschutzbeauftragter der Fa. Gallus Druckmaschinen GmbH, bei der Objetbesichtigung.

Der feierliche Abschluss dieser Übung fand unmittelbar danach im Aufenthaltsraum des Gerätehauses der FFW Oberkleen statt. Hierbei bedankten sich der Einsatzleiter der FFW Oberkleen Harald Metz, Uwe Müller und Frank Dreikausen bei allen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden sowie bei Sabine Köhler und Jürgen Hens von der Firma Gallus Druckmaschinen GmbH die auch einen großen Beitrag zur Durchführung dieser Übung leisteten.

13.11.2005 René Arabin

 


Der "Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte in Cleeberg" erforscht den Verlauf der "Ringmauer"


Jörg Schmidt, Tanja Schimpf und Helga Block (v.l.n.r.) stehen in der "Altmarkstraße" unterhalb des "Stumpen Turmes" und zeichnen den Verlauf der "Ringmauer" in ihre Pläne ein.

Zurzeit erarbeiten die Initiatoren des kürzlich ins Leben gerufenen "Freundeskreis für Geschichte und Brauchtum in Cleeberg" Tanja Schimpf, Jörg Schmidt und Rene Arabin unter der Vorgabe von Helga Block eine Bestandsaufnahme über die noch vielfältig vorhandenen Reste von der einst ihr Heimatdorf ca. 400 Jahre umgebenden, wehrhaften "Ringmauer". Man war von Verantwortlichen für die bis ins Jahr 2007 laufenden Arbeiten zur Cleeberger Dorferneuerung in dieser Angelegenheit um Mithilfe gebeten worden. Dies unter anderem auch, um später die historische Befestigungsanlage eventuell in einem Plan komplett darstellen zu können.

Die vier oben genannten Cleeberger(innen) sind sich bewusst, dass sie mit dem "Projekt Ringmauer" unter Umständen monatelang beschäftigt sind. Die Arbeiten dazu können nur an Wochenenden durchgeführt werden, zumal man dabei sehr auf das Entgegenkommen der einzelnen Grundstückseigentümer angewiesen ist. Denn der überwiegende Teil der noch vorhandenen Ringmauerrelikte fand beim Bau später errichteter Gebäude Verwendung, so bei Wohnhäusern, Stallungen und Scheunen. Dies ist unter anderem eindrucksvoll in der "Alten Gasse", der "Unteren Pforte" oder in der "Altmarkstraße" zu sehen. Man ersparte sich durch die Einbeziehung eines Teilstückes der "Ringmauer" in den neu zu bauenden Hofkomplex die Erstellung einer Haus- oder Scheunenwand, was bei den damaligen ärmlichen Verhältnissen im Dorf eine sehr große Entlastung darstellte.


Dieses Bild zeigt das Innere des so genannten "Hochzeitskeller" im "Denkmalsweg 3". Zu sehen sind hier gemauerte Nischen, die vermutlich zum Ablegen von Gegenständen genutzt wurden. Der Eingang, der in der Mitte des Bildes zu sehen ist, war wahrscheinlich der frühere Eingang zum Keller, der jetzige Eingang erfolgt über die seitliche Treppe, er ist vermutlich erst später entstanden.

Der Cleeberger Befestigungsgürtel bzw. die im Ort so genannte "Ringmauer", bestückt unter anderem mit zwei hohen Tortürmen und drei viereckigen Verteidigungstürmen, umschloss sowohl die mittelalterliche Höhen- wie auch die damalige Talsiedlung des "Fleckens". Erbaut wurde die Mauer im 14./ Anfang des 15. Jahrhunderts aus heimisch anstehenden Schiefergesteinplatten, sie war ca. 1.1km lang, 6 - 7m hoch und bis zu 1,5m dick. Zwischen 1830 und 1880 etwa mussten große Teile dieser Befestigungsmauer der Ausdehnung des Dorfes weichen. So wurde laut Chronik die Mauer im Tal an der "Unteren Pforte" im Jahre 1847 abgetragen, die dabei gewonnenen Steine fanden bei so manchem damaligen Neubau wieder Verwendung.


Hier wurde ein Abschnitt der "Ringmauer", der sich ein Stück oberhalb des "Stumpen Turmes" befindet, als Rückwand genutzt und der obere Teil dieser Scheune auf die Mauer aufgebaut.

"Obwohl die bei der Burg liegende Zivilsiedlung Cleeberg mindestens zwei Mal (1287 und 1423) als "oppidum" oder "Stadt" bezeichnet wird, heißt dies noch lange nicht, dass Cleeberg tatsächlich eine Stadt war. - "Oppidum" ist lateinisch und wird gewöhnlich mit Stadt übersetzt, kann aber auch "Schloss" bedeuten, also die geschlossene, befestigte Siedlung. - Die zivile Siedlung Cleeberg vor oder an den Füßen der Burg, deren Einwohner sich selbst mehrfach "Täler" nannten oder so genannt wurden (z.B. im Burgfrieden von 1404), bewohnten also das "Tal" oder den "Flecken". Wie viele andere ähnliche Siedlungen in Hessen und darüber hinaus konnte sich Cleeberg nie zur vollwertigen Stadt im Rechtssinne entwickeln, obwohl es durch die starken Befestigungswerke kaum in seinem Äußeren von kleinen Städten der Großregion unterschied. Aber der um 1500 geprägte Spruch "Bürger und Bauer scheidet nichts als die Mauer" stimmt wohl so nicht.
Sicher ist davon auszugehen", so Dr. Wolf weiter, "dass Cleeberg um 1450/1500 keine Stadt war, sondern nur eine "stadtähnliche Siedlung", die wie viele andere auf der Entwicklungsstufe zwischen Dorf und Stadt "stecken geblieben" ist.
Die Gründe für dieses Stagnieren mögen eventuell in der relativen Abgelegenheit des Ortes, also der Verkehrslage, eher aber in ökonomischen Schwierigkeiten liegen, in einer Region, in der die Zahl von Städten und Märkten so groß war, dass sie für Fehlentwicklungen prädestiniert waren. Vielleicht war auch das mangelhafte Interesse der Cleeberger Ortsherren (der Ganerben), den Aufbau von städtischer Infrastruktur an dem relativ ungünstig gelegenen Ort zu fördern, ein Grund für die Stagnation." Nach Auffassung Dr. Wolfs sei es deshalb besser, bei der Cleeberger Ortsbefestigung nicht von Stadtmauer, sondern von einer Fleckenmauer (oder auch Talmauer) zu sprechen, wie dies in anderen gleich gearteten Orten auch der Fall ist.


Dies ist ein Ausschnitt der Federzeichnung um 1700, die von einem unbekannten erstellt wurde. Sie zeigt die Burganlage, das Oberdorf und das Unterdorf mit der "Unteren Pforte", umgeben von der "Ringmauer" Rechts unterhalb im Bild befindet sich das "Solmser Schlösschen", der Turm gehört aber noch zur "Ringmauer".

Der "Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte in Cleeberg" begann letztes Wochenende mit seiner Arbeit für die Bestandsaufnahme im Oberdorf an der Südwestecke der Burganlage, am "Grabentörchen", wo einst der Fleckenmauergürtel direkt an die äußere Burgbefestigungsmauer anschloss. Von hier verlief der Mauergürtel zunächst geradlinig ca. 80m südwärts weiter (über die damals nicht vorhandene Schlossstraße hinweg) bis zum ehemals etwa 10m hohen südwestlichen Eckturm, knickte unmittelbar seitlich des Turmes nach Osten hin ab und erstreckte sich in einem fast geraden Verlauf von ca. 350m bis hin zur "Oberen Pforte", um das Oberdorf zum Abfall der hier alles überragenden "Altmarkhöhe" abzusichern. Ein Reststück der Westmauer von ungefähr 70m, nicht mehr ganz in voller Höhe, steht noch linksseitig, aber halb der heutigen "Altmarkstraße", wo sich auch der 6,50m hohe und 6m breite Rest des vorerwähnten Turmes befindet, genannt der "Stumpe Turm". In diesem Winkelbereich der Mauer haben sich fast alle Bauherren der später eingerichteten Hofreiten das vorhandene zunutzen gemacht und dieses in ihre Wohnhäuser oder Wirtschaftsgebäude mit einbezogen. Teils wurde die Mauer als Außenwand genutzt, aber auch als fester Unterbau Verwendet und oben noch aufgebaut. Alle im genannten Mauerbereich liegenden und in Frage kommenden Grundstücke wurden vom Arbeitsteam in Augenschein genommen. Teilweise mussten die Areale zur genauen Überprüfung betreten und Gebäude von Innen besichtigt werden, was von den Besitzern mit größtem Entgegenkommen und freundlicher Hilfsbereitschaft gestattet wurde. Dabei entdeckte man in einem Gartenwinkel an der "Altmarkstraße", verdeckt unter meterbreitem, dickem Efeugeranke, ein bis dahin noch nicht gesichtetes, jedoch vermutetes Teilstück der historischen Mauer. Außerdem ergab sich zur großen Freude der Akteure die seltene Gelegenheit im Anwesen "Denkmalsweg 3" den "Stumpen Turm", zum Anfassen nahe von seiner Rückseite zu betrachten (Rene Arabin hat ihn sogar bestiegen), und über 20 Stufen in den so genannten "Hochzeitskeller" hinab zusteigen. Bevor es nach stundenlangen Nachforschungen dunkel wurde, stiegen die "Hobby-Geschichtler" noch zum Cleeberger "Köppel", der mit ca. 320m höchstgelegenen, historischen Ortsbebauung, hinauf. Hier ist auf den ersten Blick von der einstigen "Ringmauer" nichts mehr zu sehen. Jedoch entdeckte man in einem Gartenstück, überwuchert von Efeu und verdeckt von einem Geräteschuppen, exakt ausge- und übermauerte Felsspalten im hier mächtig zu Tage tretenden Schiefergestein, wodurch sich ehemals eine Plattform als standfester Untergrund ergab. Das "Objekt" ist ca. 6,50m breit, noch 3m hoch und liegt im oder unmittelbar nach außen vor der einstigen Gürtelmauer. Es könnte sich hier, am höchsten Punkt des Mauerverlaufs, um den Rest des Standortes einer nach innen offenen, hochgemauerten Verteidigungshalbschale handeln, die wie auf der Federzeichnung um 1700 deutlich zu sehen, sich in diesem Bereich befunden hat. Darüber aber war man sich nicht ganz einig und nahm das Rätsel zum weiteren Überdenken mit nach Hause.

12.11.2005 Text: Helga Block, Bilder mit Beschreibung: René Arabin

 


MGV Cleeberg holt Gold in Prag



Zum Abschluss ihrer Konzertsaison hatten die Cleeberger Sänger noch eine ganz besondere Herausforderung zu meistern. Chorleiter Matthias Schmidt war der Meinung, die Zeit sei reif, sich einem internationalen Vergleich auf höchstem musikalischen Niveau zu stellen. Und wo könnte man das wohl besser als beim internationalen Chorwettbewerb "Praga Cantat" in Prag? Na ja, ein bisschen bange war den Sängern schon, schließlich treten bei diesem Wettbewerb internationale Spitzenchöre an, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Schon das Pflichtstück hatte es in sich: "Veno" von dem tschechischen Komponisten Bedrich Smetana musste in Originalsprache, sprich Tschechisch, vorgetragen werden. Das brachte so manchen Sänger während der Proben an den Rand der Verzweiflung ... "tschist" ... "kdoji", wie soll man das bitte schön singen, ohne körperliche Schäden davon zu tragen?
Am vergangen Samstag, den 29. Oktober, standen pünktlich um 6:00 Uhr zwei große Reisebusse am Cleeberger Bürgerhaus, mit denen sich die Sänger und ihre Fans auf die Reise nach Prag machten. Nach dem man am späten Nachmittag in Prag ankam, berief Chorleiter Matthias Schmidt auch umgehend eine erste Chorprobe im Konferenzsaal des Hotels ein. Nach 90 Minuten hatte er aber dann doch ein Einsehen mit den Sängern und entließ sie zum Abendessen, mit anschließendem gemütlichen Beisammensein. Nicht aber ohne den mahnenden Hinweis, man möge früh zu Bett gehen, da man am nächsten Tag alle Kraft brauchen werden, um hier zu bestehen.
Am Sonntag Vormittag nahm man dann an der feierlichen Eröffnung in der Prager Staatsoper teil. Die Zeit bis zu ihrem Wettbewerbsauftritt nutzten die Sänger für mentale Konzentration und leichtes Warmsingen. Hier bewies Matthias Schmidt einmal mehr sein psychologisches Feingefühl, und die anfängliche Nervosität legte sich zusehends. Um 16:00 Uhr war es dann endlich soweit, mit 65 Sängern betrat der MGV Liederkranz Cleeberg die Bühne des imposanten Majakowski-Saal im "Nationalen Haus" von Prag. Mit "Saltarelle" von Camille Saint-Saëns eröffneten die Cleeberger Sänger ihr Programm, es folgten "Mundi renovatio" von György Orbán, "The Drummer and the Cook" von Robert Shaw, bevor das so gefürchtete "Veno" von Bedrich Smetana aufgeführt wurde, den Abschluss bildete "Only You" von den Flying Pickets. Matthias Schmidt äußerte sich hoch zufrieden über die Leistung des Chores, und man durfte gespannt sein, was die hochkarätig besetzte Jury zu dieser Vorstellung sagen werde. Da die Ergebnisbekanntgabe erst für den nächsten Tag angesetzt war, hatten die Sänger um Hartmut Schmidt den restlichen Abend zur freien Verfügung. Viele nutzten das Angebot, an einer ersten Stadtführung teilzunehmen, andere erkundeten Prag auf eigene Faust.
Für Montag hatte Vorsitzender Hartmut Schmidt eine halbtägige Stadtbesichtigung organisiert, während der es auf einmal hektisch wurde. Die Handys von Vorstand und Chorleiter klingelten heiß, hier und da Getuschel und Geraune!? Das blieb natürlich auch den Sängern nicht verborgen, und so gab Hartmut Schmidt bekannt, man sei vom Veranstalter gebeten worden, bei der Preisverleihung bitte in Bühnenkleidung zu erscheinen. Was dies genau zu bedeuten habe, könne nur orakelt werden, aber ganz bestimmt nichts Schlechtes. Damit war es natürlich bei den Sängern vorbei mit ruhigem Schaufensterbummel und historischen Gebäuden. Alle fieberten nun dem Abend der Entscheidung entgegen und wären am liebsten auf der Stelle ins Nationale Haus gefahren. Aber so geduldig und beharrlich wie man sich wochenlang auf diesen Wettbewerb vorbereitet hatte, genau so ungeduldig musste man nun bis zum späten Abend warten.
Am Nachmittag wurde Hartmut Schmidt und Matthias Schmidt noch eine ganz besondere Ehre zu teil, ein Vertreter der Stadt Prag bestellte den Vorsitzenden nebst Chorleiter zu einem Empfang in das "Altstädter Rathaus" ein. Aber auch hier erfuhr man, was die Resultate anging, nichts Neues. Um 19:00 Uhr war dann der heiß ersehnte Moment gekommen, die Cleeberger Sänger betraten den Saal des "Nationalen Haus", in dem die Ergebnisbekanntgabe stattfand.
Doch auch jetzt musste man noch eine ganze Weile warten, bis man an der Reihe war, aber das Warten sollte sich lohnen und wie! Die Moderatorin gab bekannt: Gold-Diplom für den MGV Cleeberg und Kategoriesieg. Riesiger Jubel brach da bei den Sängern aus, und Vorsitzender und Chorleiter lagen sich auf der Bühne in den Armen. Damit hatte nun wirklich keiner der Cleeberger gerechnet, bestehen wollte man bei diesem Wettbewerb gegen die internationale Konkurrenz, nicht mehr und nicht weniger. Aber es sollte noch besser kommen, die Jury zeichnete die Sänger mit dem Wettbewerbs-Sonderpreis "Beste Interpretation eines tschechischen Chorwerks" aus. Jetzt war es um die Cleeberger vollends geschehen, mit offenen Mündern und staunenden Gesichtern standen sie da und wussten gar nicht, wie ihnen geschieht, und auch die eine oder andere Träne konnte da nicht mehr unterdrückt werden. Da fährt man in die Tschechische Republik und tritt gegen internationale Größen der Chorszene an, von denen auch viele aus der Tschechei selbst kommen und wird für die beste Darbietung des Pflichtstückes in tschechisch ausgezeichnet. Nun war auch endlich klar, warum man im Bühnenanzug erscheinen sollte, und so formierten sich die Cleeberger zum Abschluss um ihren Chorleiter, um noch einmal "Veno" vorzutragen. Da verwundert es auch nicht, dass die anschließende Siegesfeier bis in die frühen Morgenstunden andauerte, bevor man am Morgen die Heimreise antrat. Viele weitere Informationen rund um die Cleeberger Sänger finden Sie unter: www.mgv-cleeberg.de!

03.11.2005 Karl Walther

 


Wald in Langgöns

1. Infotreffen für Brennholz-Selbstwerber in Cleeberg
Für alle interessierten Bürger von Cleeberg und Espa, die sich ihr Brennholz im Wald selbst aufarbeiten wollen (Schlagabraum,stehendes Holz und Polter-holz), findet am Mittwoch, den 16. November um 19.00 Uhr ein Informationstreffen statt. Treffpunkt: Feuerwehr-Gerätehaus (Schulungsraum)in der Espaer Straße.

2. Holzerntelehrgang zur Aufarbeitung von liegendem Holz und Holz, dass sich in Spannung befindet.
Am Freitag, den 18. November 2005 um 19.00 Uhr findet in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Wetzlar der o.g. Lehrgang statt. Persönliche Einladungen erfolgen nach der Anmeldung bei der Gemeinde Langgöns. Der Lehrgang findet an 2 Tagen statt. Im ersten Teil werden theoretische Kenntnisse gelehrt und im zweiten Teil die Praxis im Wald. Es sind noch einige Plätze frei (Es entscheidet die Reihenfolge des Einganges der Anmeldungen bei der Gemeinde). Anmeldungen bei: Frau E. Reitz Tel. 06403-90200, Fax 06403-902052 oder Email: e.reitz@langgoens.de

3. Holzerntelehrgänge der "Mobilen Waldbauernschule"
Im März oder April finden wieder zwei 2-tägige Lehrgänge der "Mobilen Waldbauernschule" des Landes Hessen in Langgöns statt. Je Lehrgang werden bis zu 10 Interessierte teilnehmen. Es kann sich jetzt schon angemeldet werden (Anmeldungen wie unter 2).

4. Schlagabraumversteigerungen
Folgende Termine für die Versteigerungen von Schlagabraum (Restholz aus Kronen, das auf dem Boden liegt) liegen fest:
Freitag, den 25. November 2005 um 15.00 Uhr in Cleeberg, Abt. 439 und 440 Treffpunkt: Waldeingang am Schotterweg, der zum Benzinlager führt.
Samstag, den 3. Dezember 2005 um 9.00 Uhr Abt. 108 u. 102 Hardt Langgöns Treffpunkt: Lange Schneise / Kreuzung Kaolingrube 10.30 Uhr Treffpunkt: Abt. 720 Dornholzhäuser Seite (Viehweg)

01.11.2005 Nicole Diehl, Gemeindeverwaltung Langgöns

 


Weitere Artikel und Themen finden Sie im Archiv.